Warnung vor Betrugsmasche«Hellseher» setzen Zürcher Seniorin mit Briefflut unter Druck
Gabriela Beck
23.3.2026
Briefverteilung im Briefpostverteilzentrum Härkingen. Die Post muss alle Briefe zustellen – aber öffnen muss man sie nicht.
KEYSTONE/Andy Mueller
Ein falsches Versprechen – und plötzlich hört der Spuk nicht mehr auf. Eine hochbetagte Frau gerät ins Visier skrupelloser Betrüger und wird mit Briefen überhäuft. Der Fall zeigt, wie perfide und hartnäckig solche Maschen sind.
Redaktion blue News
23.03.2026, 21:21
23.03.2026, 21:22
Gabriela Beck
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Betrüger überhäufen eine demente Seniorin mit Briefen und versprechen Gewinne gegen Geld.
Nachdem sie einmal zahlt, steigert sich die Anzahl der Schreiben massiv.
Behörden warnen und raten, solche Betrugsbriefe konsequent zu ignorieren und Anzeige zu erstatten.
Eine über 90-jährige, demente Frau aus dem Kanton Zürich erhält seit Monaten massenhaft dubiose Briefe. Die Absender geben sich als «Hellseher» oder «Mystiker» aus und versprechen Geld, Glück und Gesundheit. Sie geben sich Namen wie «Meister Aaron» oder «Altmeister Maccus».
Für ihre angeblichen Dienste verlangen sie jeweils 50 Franken – zahlbar per Antwortcouvert ins Ausland. Nachdem die Frau einmal Geld überwiesen hatte, eskalierte die Situation: Innerhalb von sechs Monaten trafen über 150 weitere Schreiben ein, berichtet das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».
Masche nimmt ältere Menschen ins Visier
Der Schweizerischen Kriminalprävention sind solche Fälle bekannt. Sie rät dringend davon ab, auf die Briefe zu reagieren oder Geld zu schicken. Wer bereits bezahlt hat, sollte Anzeige erstatten und sich Unterstützung im persönlichen Umfeld holen. Die Masche zielt insbesondere auf ältere und alleinstehende Menschen. Persönliche Anrede und der Hinweis, zu einem «auserwählten Kreis» zu gehören, sollen Vertrauen schaffen und zur Geheimhaltung bewegen.
Ein kompletter Schutz vor solchen Sendungen ist schwierig. Die Post ist grundsätzlich verpflichtet, alle Briefe zuzustellen. Eine Möglichkeit sei jedoch, die Annahme eines Briefes zu verweigern, teilt die Post gegenüber «Espresso» mit. Ungeöffnete Briefe können mit dem Vermerk «Annahme verweigert» zurückgeschickt werden. Noch einfacher ist es, die Schreiben konsequent zu ignorieren und zu entsorgen.
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