Kritik an Mexiko-Trip von texanischem Senator

sda/toko

18.2.2021 - 21:20

Ted Cruz, republikanischer Senator für den US-Bundesstaat Texas, streckt bei einer Wahlkampfveranstaltung für die US-Senatorin Loeffler seine Faust in die Luft. Foto: Brynn Anderson/AP/dpa
Ted Cruz, republikanischer Senator für den US-Bundesstaat Texas.
Brynn Anderson/AP/dpa (Archivbild)

Der prominente republikanische Senator aus dem US-Bundesstaat Texas, Ted Cruz, hat mit einem Urlaubstrip während der heftigen Winterwetter-Krise in seiner Heimat deutliche Kritik auf sich gezogen. Cruz sei am Mittwoch (Ortszeit) mit seiner Familie zu einer Urlaubsreise nach Cancun in Mexiko aufgebrochen – das berichteten mehrere US-Medien, darunter der Sender Fox News und die «New York Times», am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte «informierte» Personen.

Die «New York Times» zitierte auch die Polizei am Flughafen von Houston, die nach eigenen Angaben von Cruz' Büro um «Unterstützung» am Airport gebeten wurde. In sozialen Medien kursierten Bilder von Cruz am Flughafen und an Bord eines Flugzeuges – ohne dass zweifelsfrei daraus hervorging, wann diese aufgenommen wurden.

Die Fotos verbreiteten sich jedoch schnell und lösten im Internet grosse Empörung aus. Cruz wurde vorgeworfen, die Menschen und Wähler in seinem Heimat-Bundesstaat inmitten grosser Not alleine zu lassen, um sich selbst in der Sonne zu amüsieren. Die Demokraten in Texas riefen Cruz per Tweet zum Rücktritt auf.



Der Republikaner reagierte erst nach einigen Stunden Funkstille auf die Kritik. US-Medien zitierten aus einer Stellungnahme, in der Cruz seinen Trip als väterliche Pflicht rechtfertigte. Da der Schulunterricht gestrichen sei, hätten seine Töchter einen Trip mit Freunden machen wollen. In seinem Bemühen, «ein guter Vater» zu sein, sei er am Mittwoch mit ihnen weggeflogen und wolle noch im Laufe des Donnerstags nach Texas zurückkehren. Seine Mitarbeiter und er seien in ständigem Kontakt mit den Behörden, um über die Lage in Texas informiert zu sein. Zum Ziel seines Trips äusserte sich Cruz nicht.

Texas hat seit mehreren Tagen mit einem heftigen Wintereinbruch zu kämpfen. Zeitweise waren Millionen Haushalte in dem Staat ohne Strom.

Cruz war Präsidentschaftsbewerber seiner Partei für die Wahl 2016 gewesen. Später tat er sich als loyaler Verbündeter des inzwischen abgewählten republikanischen Präsidenten Donald Trump hervor.

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