Tierquälerei als ProtestKünstler will Ferkel verhungern lassen – plötzlich sind sie weg
ai-scrape
7.3.2025 - 21:34
Tausende Ferkel sterben täglich in dänischen Mastbetrieben. Drei verhungernde Säuli in einer Ausstellung, die dies thematisiert, haben einen globalen Aufschrei provoziert.
Bild:Keystone
Ein dänischer Künstler wollte mit einer drastischen Aktion auf das Leid von Tieren aufmerksam machen, doch ein Diebstahl durchkreuzte seine Pläne. Anstatt zu verhungern, waren drei ausgestellte Ferkel plötzlich weg.
Stefan Michel
07.03.2025, 21:34
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Um auf Tierleid in der Fleischindustrie hinzuweisen, wollte der dänische Künstler Marco Evaristti drei Ferkel in einer Ausstellung in Kopenhagen verhungern lassen.
Doch dann sind die Ferkel plötzlich weg. Der Künstler meldet sie als gestohlen.
Eine dänische Tierschutzoragnisation behauptet hingegen, sie hätte die Tiere mit dem Einverständnis des Künstlers abgeholt, um sie artgerecht zu versorgen.
Aufgrund des Vorfalls ist die Ausstellung aktuell geschlossen.
Der dänische Künstler Marco Evaristti will auf das Leiden von Tieren in der industriellen Fleischproduktion aufmerksam machen.
Herzstück seiner Ausstellung in einem ehemaligen Lagerhaus im früheren Fleischereiviertel in Kopenhagen ist ein Käfig aus Einkaufswagen, in dem lebende Ferkel ohne Nahrung, aber mit Wasser ausgestellt werden, wie SRF berichtet.
Die Tiere hätten vor den Augen der Besucher*innen verhungern sollen, um auf die Missstände in der Massentierhaltung aufmerksam zu machen – tausende Ferkel sterben täglich allein in Mastbetrieben in Dänemark.
Doch zum Hungertod der ausgestellten Ferkel kommt es nicht. Bevor sie verenden, sind sie plötzlich weg. Die Polizei in Kopenhagen vermutet eine dänische Tierschutzorganisation hinter dem Diebstahl. Aufgrund des Vorfalls ist die Ausstellung vorübergehend geschlossen.
Die Organisation De Glemste Danske (Die vergessenen Dänen) meldet hingegen in einem Instagram Post, sie hätten die Ferkel im Einverständnis mit Evaristti abgeholt. Einer seiner Mitarbeiter habe ihnen sogar Tierfutter mitgegeben.
Trotzdem soll Evaristti wenig später die Information vom Diebstahl verbreitet haben. Er beschreibt, die Diebe seien als Reinigungsfachleute verkleidet in die Ausstellung gekommen. Nach ein paar Minuten seien sie weg gewesen und die Ferkel ebenfalls, schreibt die «New York Times»
Die Polizei Kopenhagen bestätigt blue News, dass ihr der Diebstahl der Tiere sowie mehrere Drohungen gegen den Künstler gemeldet worden seien. Auf den Widerspruch zwischen den Aussagen von De Glemste Danske und der offiziellen Version der gestohlenen Schweinchen geht sie nicht ein.
Zahlreiche Medienberichte zitieren den Künstler mit der Aussage, dass er enttäuscht sei, weil er erfahren habe, dass einer seiner Freunde am Diebstahl beteiligt sei. Doch dann habe er sich besonnen, dass die Ferkel nun doch noch ein schönes Leben haben könnten.
Ob die Entführung der todgeweihten Ferkel zur Inszenierung gehören, ist aktuell nicht eruierbar. Eine Anfrage an die Kopenhagener Polizei ist noch unbeantwortet.
Täglich sterben 25'000 Ferkel in dänischen Mastbetrieben
Der 62-jährige Künstler erklärte, dass seine Aktion eine Reaktion auf die Misshandlung von Tieren in der Massentierhaltung sei. Der Titel der Ausstellung, «And Now You Care?», richtet sich sowohl an die Unternehmen der dänischen Tierzucht als auch an die Konsumenten.
Dänemark ist einer der grössten Exporteure von Schweinefleisch weltweit. Die Ausstellung soll die harte Realität der Massentierhaltung aufzeigen und die Menschen dazu anregen, ihren Fleischkonsum zu überdenken.
Die Problematik der Schweinemast in Dänemark ist gravierend. Laut Birgitte Damm von «Animal Protection Denmark» sterben täglich gegen 25'000 Ferkel in dänischen Ställen. Viele Jungtiere verhungern, da die Zucht auf 20 Ferkel pro Wurf abzielt, während die Muttersäue nur 14 Zitzen haben, um ihre Jungen zu säugen.
Drohungen und Anzeige gegen Künstler
Die Aktion von Marco Evaristti hat nicht nur mediale Aufmerksamkeit erregt, sondern auch zu Drohungen gegen den Künstler und seine Familie geführt.
Zudem drohen dem Evaristti strafrechtliche Konsequenzen, da Tierschützer ihn wegen Tierquälerei angezeigt haben. Trotz der Kontroversen hat die Kunstaktion weltweit Interesse geweckt und mehr Menschen für das Thema sensibilisiert, als es die Ausstellung allein vermocht hätte.
Evaristti ist bekannt für seine provokanten Kunstprojekte. In der Vergangenheit sorgte er mit einer Installation namens «Helena & El Pescador»für Aufsehen, bei der Goldfische in Mixern ausgestellt wurden. Besucher*innen der Ausstellung konnten damals die Fische per Knopfdruck töten, was einige tatsächlich taten.
Der Redaktor hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.
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