Wollte Unterhalt nicht zahlenMann schickt Freund zum Vaterschaftstest und fliegt auf
dpa
7.11.2025 - 22:18
Ein Betrugsversuch mit einem Vaterschaftstest war Thema einer Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Dillingen. (Symbolbild)
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Weil er keinen Unterhalt für ein aussereheliches Kind bezahlen wollte, schickte ein Mann laut Anklage einen Freund zum Vaterschaftstest. Der Schwindel flog auf – mit Folgen für beide Männer.
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DPA, Redaktion blue News
07.11.2025, 22:18
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Ein Mann aus Dillingen in Deutschland wollte keinen Unterhalt für sein Kind bezahlen.
Er schickte seinen Freund mit gefälschtem Pass zum Vaterschaftstest.
Das Familiengericht schickte das Gutachten dann aber der Mutter des Kindes zu, samt dem Foto des – vermeintlichen – Vaters.
Ein 43 Jahre alter Mann ist für einen Freund zu dessen Vaterschaftstest gegangen, weil dieser für sein aussereheliches Kind keinen Unterhalt bezahlen wollte. Doch der Schwindel flog auf. Beide Männer wurden vor dem Amtsgericht im bayerischen Dillingen an der Donau angeklagt.
Der Rollentausch war zwar zunächst gelungen: Der DNA-Test fiel negativ aus. Die Sache kam aber doch ans Licht. Der 43-Jährige habe von vorneherein bezweifelt, dass der Rollentausch funktionieren würde, sagte der Verteidiger des Mannes einem Bericht der «Donau-Zeitung» zufolge.
Mutter erkannte die Fälschung
Der 37-Jährige habe einen gefälschten Pass mit einem Foto des 43-Jährigen organisiert. Mit diesem habe der Freund den Test absolviert. Das Familiengericht schickte das Gutachten dann aber der Mutter des Kindes zu, samt dem Foto des – vermeintlichen – Vaters.
Die Staatsanwaltschaft warf den Männern Urkundenfälschung und versuchten Betrug vor. Der 43-Jährige wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 37-Jährige erschien am Mittwoch nicht zu dem Prozess, weswegen die Richterin Haftbefehl gegen ihn erliess. Er stand mit Unterhaltszahlungen in Höhe von 8655 Euro im Rückstand.