Martina Clavadetscher gewinnt Schweizer Buchpreis 2021

fa, sda

7.11.2021 - 12:07

Die Gewinnerin des Schweizer Buchpreises 2021 Martina Clavadetscher (mit dem Buch
Martina Clavadetscher an der Preisverleihung in Basel.
KEYSTONE

«Die Erfindung des Ungehorsams» heisst der Roman, für den Martina Clavadetscher den Schweizer Buchpreis 2021 erhält. Der «waghalsige Text» hauche künstlichen Wesen Leben ein, lobt die Jury.

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7.11.2021 - 12:07

Martina Clavadetscher bekommt für ihren Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» den Schweizer Buchpreis 2021. Der Preis wurde am Sonntag im Rahmen des Literaturfestivals Buch Basel verliehen, wie die Verantwortlichen mitteilten.

Martina Clavadetscher habe «einen Roman über künstliche Intelligenz geschrieben, wie es ihn noch nicht gab» lobte die Jury in der Mitteilung. Dabei sei das Werk «keine Dystopie», sondern ein «waghalsiger Text, der den künstlichen Wesen Leben einhaucht».

Clavadetscher war bereits 2017 mit ihrem Roman «Knochenlieder» für den Schweizer Buchpreis nominiert worden. Sie unterlag damals Jonas Lüscher, der mit «Kraft» gewann. Im vergangenen Jahr ging der Buchpreis an Anna Stern für «das alles hier, jetzt.».

Vier Nominierte

Dieses Jahr waren neben der Theater- und Prosautorin Clavadetscher auch Thomas Duarte für sein Debüt «Was der Fall ist», Michael Hugentobler für «Feuerland» und Veronika Sutter für ihren Geschichtenband «Grösser als du» nominiert, im Übrigen ebenfalls ein Debüt.

Ursprünglich hatte es auch Christian Kracht mit seinem Roman «Eurotrash» auf die Shortlist geschafft. Er hatte jedoch sein Werk Ende September überraschend zurückgezogen.

Die Preisverleihung fand im Theater Basel statt, nachdem der öffentliche Anlass im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgesagt worden war. Dotiert ist der Schweizer Buchpreis mit 30'000 Franken für Clavadetscher; die drei Nominierten erhalten jeweils 3000 Franken. Eingereicht wurden für den Schweizer Buchpreis 2021 insgesamt 92 Titel aus 65 Verlagen.

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