Lastwagen rast in Marktstände Mehr als 50 Tote bei schwerem Unfall in Kenia

dpa/AFP/tpfi

1.7.2023 - 18:31

Menschen stehen nach dem tödlichen Unfall in Londiani in der Nähe der Fahrzeugwracks. 
Menschen stehen nach dem tödlichen Unfall in Londiani in der Nähe der Fahrzeugwracks. 
Bild: Uncredited/AP/dpa

Mindestens 51 Menschen sind bei einem schweren Unfall im Westen Kenias getötet worden. An einer Stelle, die für Karambolagen berüchtigt ist, krachte am Freitagabend ein Lastwagen in mehrere andere Fahrzeuge und Marktstände, wie die Polizei mitteilte. 

DPA, dpa/AFP/tpfi

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  • Nach einem Verkehrsunfall in Kenia ist die Zahl der Toten auf 51 gestiegen.
  • «Leider haben wir bei einem Unfall hier in Londiani 51 Menschen verloren», sagte Verkehrsminister Kipchumba Murkomen am Samstag bei einem Besuch der Unglücksstelle.
  • Untersuchungen zur Unfallursache seien eingeleitet worden.
  • Zunächst hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 48 angegeben.

Die Beamten zählten an der Unfallstelle in der Nähe der Stadt Londiani, etwa 200 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi, 51 Leichen. Es wurde aber befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befanden, wie Polizeikommandeur Tom Odera der Nachrichtenagentur AP sagte.

Das Rote Kreuz in Kenia berichtete am Samstag, 32 Menschen seien verletzt in Krankenhäusern aufgenommen worden. Die Organisation rief Menschen zu Blutspenden auf, um den Unfallopfern zu helfen. Zudem berichtete sie, dass schwerer Regen die Rettungsanstrengungen behindert habe und – im Einklang mit der Einschätzung der Polizei – Menschen noch in den Fahrzeugen eingeklemmt seien.

Märkte sollen verschwinden

Verkehrsminister Kipchumba Murkomen besuchte die Unglücksstelle am Samstagmorgen. Er kündigte an, dass die Regierung Märkte von den Schnellstrassen an andere Orte verlegen werde, um derartige Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Präsident William Ruto kondolierte den trauernden Familien via Twitter. Er rief Kraftfahrer zu besonderer Vorsicht auf.

Zeugen, die in lokalen Medien zitiert wurden, berichteten, dass das Unfallfahrzeug von der Autobahn abkam, mehrere Fahrzeuge rammte und dann Fussgänger und Markthändler erfasste. Bilder, die von Zeugen verbreitet wurden, zeigten bis zur Unkenntlichkeit zerstörte Fahrzeuge. Das Rote Kreuz teilte mit, es seien Stationen an Krankenhäusern eingerichtet worden, an denen Menschen ihre Angehörigen als vermisst melden oder psychologische Unterstützung erhalten könnten.