Neue Studie legt naheDesignerhunde machen häufiger Probleme als ihre reinrassigen Vorfahren
Oliver Kohlmaier
21.3.2026
Designerhunde wie dieser Labradoodle sind besonders bei Erstbesitzern beliebt.
Mohssen Assanimoghaddam/dpa (Archivbild)
Designerhunde wie der Labradoodle sind äusserst beliebt, zeigen laut einer Studie jedoch häufiger Verhaltensauffälligkeiten als ihre reinrassigen Vorfahren. Das liegt aber auch an ihren Besitzern.
Redaktion blue News
21.03.2026, 17:50
Oliver Kohlmaier
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Designerhunde wie Cockapoos oder Labradoodles weisen einer Studie zufolge häufiger Verhaltensauffälligkeiten auf als ihre reinrassigen Vorfahren.
In 82 Prozent der Fälle, in denen ein Elternteil ein bestimmtes Problemverhalten aufwies, zeigen Doodle-Nachkommen dieses Verhalten wahrscheinlich in einer noch ausgeprägteren Form.
Insbesondere Cockapoos zeigen mehr Aggressivität und Rivalität im Umgang mit anderen Hunden.
Dafür könnten auch die Besitzer verantwortlich sein, wie die Untersuchungen nahelegen.
Überall Doodles: Kreuzungen zwischen Pudeln und anderen Hunderassen erfreuen sich weltweit grosser Beliebtheit. Eine neue Studie deutet jedoch darauf hin, dass dieser Trend – zumindest teilweise – auf die schlichte Erwartung zurückzuführen ist, dass solche Hunde hypoallergen, gesund und kinderfreundlich sind.
Die Untersuchungen ergaben, dass etwa Cockapoos, Cavapoos und Labradoodles mehr unerwünschte Verhaltensweisen zeigen als jene Rassen, von denen sie abstammen. Dies legt eine Studie des Royal Veterinary College (RVC) nahe. Demnach zeigten insbesondere Cockapoos mehr Aggressivität und Rivalität im Umgang mit anderen Hunden.
«Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen, wie wichtig es ist, dass sich Besitzer vor dem Kauf gründlich über die Eigenschaften einer Rasse oder eines Mischlings informieren, um eine falsch fundierte Rassenwahl zu vermeiden», schreiben die Autoren der Studie in der Fachzeitschrift «Plos One».
Das Team des Royal Veterinary College analysierte Daten von 3424 Mischlingshunden sowie 5978 reinrassigen Hunden, die über einen Online-Fragebogen unter Besitzern von Cockapoos, Labradoodles, Cavapoos, Cocker Spaniels, Labrador Retrievern, Cavalier King Charles Spaniels und Pudeln erhoben wurden.
Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Designerhunde in etwas mehr als der Hälfte aller Vergleiche von ihren reinrassigen Eltern unterschieden. Die Forscher untersuchten dabei Problemverhalten wie Angst vor Verkehr oder lauten Geräuschen, Trennungsängste oder Erregbarkeit.
Sie stellten fest, dass in 82 Prozent der Fälle, in denen ein Elternteil ein bestimmtes Problemverhalten aufwies, die Doodle-Nachkommen dieses Verhalten wahrscheinlich in einer noch ausgeprägteren Form zeigten.
Die Studie ergab allerdings auch, dass es Unterschiede gibt zwischen den Besitzern von Mischlingshunden und jenen von reinrassigen Hunden. Halter von Designerhunden waren häufiger erstmals Herrchen oder Frauchen und nutzten eher nicht-professionelle Quellen für Trainingsratschläge, wie beispielsweise soziale Medien oder Freunde und Familie.