Nach acht Jahren geschnapptSein verlorener Reisepass bringt mutmasslichen Einbrecher in den Knast
dpa/tafi
20.3.2025 - 00:00
Ein mutmasslicher Serien-Einbrecher wurde nach acht Jahren in Italien geschnappt: Er wollte der Polizei seinen verlorenen Reisepass melden.
sda
In Italien geht ein 38-Jähriger arglos zur Polizei, um seinen Pass als verloren zu melden. Auf dem Revier stellt sich aber heraus, dass er wegen einer Einbruchserie in Deutschland gesucht wird.
dpa/tafi
20.03.2025, 00:00
23.03.2025, 22:45
dpa
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Eine Einbruchsserie in Deutschland steht nach acht Jahren vor der Aufklärung.
Der mutmassliche Täter wurde von der Polizei in Italien festgenommen.
Der Mann war selbst zur Polizeiwache gekommen – um seinen Reisepass als verloren zu melden.
Nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen in Deutschland ist einem der mutmasslichen Täter in Italien ein verlorener Reisepass zum Verhängnis geworden. Der 38 Jahre alte Mann ging in der süditalienischen Stadt Bari aufs Polizeirevier, um den Verlust zu melden, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
Dabei stellten die Beamten fest, dass er wegen insgesamt neun Einbrüchen mit europäischem Haftbefehl gesucht wurde. Obwohl er seine Unschuld beteuert, sitzt er nun in Haft.
Möglicherweise Auslieferung nach Deutschland
Dem aus Albanien stammenden Mann wird dem Bericht zufolge zur Last gelegt, bei insgesamt neun Einbrüchen 2016 zusammen mit Komplizen Geld und Wertgegenstände für umgerechnet mehr als 150'000 Franken erbeutet zu haben. Im Verhör gab er zwar zu, damals in Bremen gewesen zu sein, bestritt aber die Taten. Wegen Fluchtgefahr ordneten die Behörden dennoch Haft an.
Der gelernte Maurer war seit zwei Monaten in Italien ansässig, wo auch seine Mutter lebt. Aus den Angaben ging zunächst nicht hervor, wo die Einbrüche begangen wurden. Die italienische Justiz setzte für Ende März einen neuen Haftprüfungstermin an. Zugleich wurden die deutschen Behörden wegen einer möglichen Auslieferung eingeschaltet.