«Supernebel» in Louisiana Sieben Tote bei Unfall-Inferno mit 158 Fahrzeugen

SDA

24.10.2023 - 04:32

Hilfskräfte sind auf der Schnellstrasse bei Manchac im US-Bundesstaat Louisiana im Einsatz.
Hilfskräfte sind auf der Schnellstrasse bei Manchac im US-Bundesstaat Louisiana im Einsatz.
Bil: Keystone/AP/Gerald Herbert

Ein «Supernebel» hat im US-Bundesstaat Louisiana einen Massencrash auf einer Autobahn verursacht. Mindestens sieben Menschen wurden bei den Unfällen, in die 158 Fahrzeuge verwickelt waren, getötet und 25 weitere verletzt.

24.10.2023 - 04:32

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Bei einem Unfall-Inferno im dichten Nebel mit insgesamt 158 Fahrzeugen sind im US-Bundesstaat Louisiana mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.
  • Mindestens weitere 25 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.
  • Ein Teil der Unfallstelle auf der Interstate 55 ist laut der Polizei in Brand geraten, unter anderem, weil ein mit einer gefährlichen Flüssigkeit beladener Tankwagen in Brand geraten ist.
  • Meteorologen sprachen von einem «Supernebel», der am Montagmorgen zwischen zwei Gemeinden zum Zeitpunkt der Massenkarambolagen die Sicht stark beeinträchtigt habe.
  • Der «unglaublich dichte Nebel» wurde laut Nationalem Wetterdienst durch die Kombination von Nebel und Rauch durch nahe Brände verursacht.

Bei einem Unfall-Inferno im dichten Nebel mit insgesamt 158 Fahrzeugen sind im US-Bundesstaat Louisiana mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Mindestens weitere 25 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Sie seien nach den Massenkarambolagen westlich von New Orleans am Montag (Ortszeit) in Spitäler gebracht worden, teilte die Polizei des Bundesstaats mit. Es sei möglich, dass weitere Todesopfer gefunden würden. Ein Teil der Unfallstelle auf der Interstate 55 sei in Brand geraten, unter anderem, weil ein mit einer gefährlichen Flüssigkeit beladener Tankwagen in Brand geraten sei. Sobald das Fahrzeug geborgen worden sei, könne auch die Lage besser eingeschätzt werden.

Von der Polizei veröffentlichte Fotos zeigen ein Trümmerfeld von zerstörten und ineinandergeschobenen Autos auf beiden Seiten der Strecke. Der Autobahnabschnitt verläuft zwischen dem Maurepas-See und dem Pontchartrain-See. Meteorologen sprachen laut dem Sender CNN von einem «Supernebel», der am Montagmorgen zwischen den Gemeinden Ruddock und Manchac zum Zeitpunkt der Massenkarambolagen die Sicht stark beeinträchtigt habe.

Nie dagewesene Waldbrände

Der «unglaublich dichte Nebel» wurde laut Nationalem Wetterdienst durch die Kombination von Nebel und Rauch durch nahe Brände verursacht. Der «Supernebel» sei ein besonders dichter Nebel, der sich unter feuchten, rauchigen Bedingungen entwickele und die Sichtweite auf weniger als drei Meter sinken lassen könne, teilte der Nationale Wetterdienst mit.

Es habe sich um verschiedene Unfälle gehandelt, wie CNN berichtete. Bei einem seien mehrere Lastwagen kollidiert und in Flammen aufgegangen, zitierte der Sender Mike Tregre, Sheriff von St. John the Baptist Parish. Ein Fahrzeug sei über die Leitplanke der Interstate geschoben worden, aber den Insassen scheine es gut zu gehen. Die Rettungsarbeiten würden wohl «eine Weile dauern».

Louisiana kämpft seit dem Sommer mit noch nie dagewesenen Waldbränden, extremer Hitze und starker Trockenheit. In 62 Prozent des Bundesstaates herrsche aussergewöhnliche Trockenheit, die höchste Kategorie, berichtete CNN. Die Stadt New Orleans teilte mit, der Mangel an Regen in Verbindung mit der extremen Hitze des Sommers habe die Feuchtgebiete ausgetrocknet und den Grundwasserspiegel gesenkt. Ein Feuer, das in bewaldeten Feuchtgebieten überwacht werde, brenne an und unter der Oberfläche.

SDA