dpatopbilder - Ein Blitz entlädt sich während des Sturms «Martinho» über der Perrault-Brücke am Fluss Manzanares. Foto: David Canales/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
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Erneut hält ein Tiefdruckgebiet mit heftigen Regenfällen grosse Teile Spaniens und auch das Nachbarland Portugal in Schach. In Spaniens Hauptstadt Madrid drohte der Fluss Manzanares – sonst ein eher trockenes Bachbett – über die Ufer zu treten, wie auf Aufnahmen des staatlichen Rundfunks RTVE zu sehen war. In der Stadt Ávila etwa 100 Kilometer nordwestlich von Madrid standen die Stierkampfarena sowie Stadtteile unter Wasser, nachdem sich das Hochwasser eines örtlichen Flusses freie Bahn geschaffen hatte.
Keystone-SDA
21.03.2025, 21:26
SDA
Und die Situation bleibt angespannt: Das derzeitige Tiefdruckgebiet «Martinho» soll noch bis Dienstag Regen, deutlich kühlere Temperaturen für diese Jahreszeit und sogar Schnee in höheren Lagen mit sich bringen. «Martinho» hatte das Tiefdruckgebiet «Laurence» abgelöst, das zu Wochenbeginn vor allem in den südspanischen Regionen Andalusien und Murcia Überschwemmungen verursacht hatte. Mindestens zwei Menschen kamen dabei Behördenangaben zufolge ums Leben.
Stauseen so voll wie lange nicht mehr
In Toledo südlich von Madrid legten Einsatzkräfte vorsorglich einen Deich um ein Krankenhaus für Querschnittsgelähmte an, das nahe am Fluss Tajo liegt. Auch in anderen Städten drohten Flüsse über die Ufer zu treten. Örtlich waren Strassen gesperrt, Schulen und Universitäten – darunter auch in Madrid – blieben zu. Berichte über grössere Evakuierungen gab es zunächst nicht – die Behörden hatten deutlich gewarnt, Autos stehen zu lassen und dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Viele Stauseen füllten sich auf ein lange nicht mehr gekanntes Mass – Spanien litt zuletzt unter Trockenheit.
In Portugal sorgten starke Winde im Zuge von «Martinho» für entwurzelte Bäume, mehrere Menschen wurden Medienberichten zufolge verletzt. Die Nationale Seeschifffahrtsbehörde (AMN) und die Marine warnten vor einer «beträchtlichen Verschlechterung» des Wetters auf See zwischen Freitagabend und Samstag. Vor Spaniens Nordwestküste herrschte ebenfalls raue See.
Viertes Tiefdruckgebiet in Folge
Schon seit Beginn des Monats wird das sonst so sonnige Spanien – auch die Urlaubsinsel Mallorca – von Regen heimgesucht. Grund für die bisher vier Tiefdruckgebiete in Folge sei eine «ziemlich festsitzende Antizyklonblockade» im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln und Skandinavien, zitierte RTVE einen Meteorologen des Wetterdienstes Meteored.
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
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