Neues Munch-Museum in Oslo vom Königspaar eröffnet

SDA

22.10.2021 - 19:01

Neues Munch-Museum in Oslo eröffnet

Neues Munch-Museum in Oslo eröffnet

Er ist einer der bedeutsamsten Künstler Norwegens: Edvard Munch hat keine Familie hinterlassen – dafür rund 26’000 Werke. Vererbt hat der 1944 verstorbene Maler sein gesamtes Werk an die Stadt Oslo. Nun widmet diese ihm ein neues Museum.

22.10.2021

Die norwegische Hauptstadt Oslo ist um eine Attraktion reicher: Am Freitagabend wurde in Nachbarschaft zur Oper das neue Munch-Museum eröffnet, in dem die Meisterwerke des bedeutenden norwegischen Malers Edvard Munch (1863-1944) präsentiert werden.

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22.10.2021 - 19:01

«Edvard Munch gehört uns allen», sagte König Harald (84), der das Gebäude offiziell eröffnete. «In der ganzen Welt haben die Menschen eine Beziehung zu Munchs Kunst. In seinen Bildern erkennen wir uns selbst, unsere eigenen Licht- und Schattenseiten.» Das Durchschneiden des roten Bandes überliess er der Kunstkennerin Königin Sonja (84).

Munch, der vor allem mit seinem Motiv «Der Schrei» weltberühmt wurde, hat der Stadt Oslo während des Zweiten Weltkrieges rund 27’000 Kunstwerke vermacht. Insgesamt verwaltet das Museum eine Sammlung von 42’000 Objekten, darunter neben Munchs Gemälden auch Zeichnungen, Drucke, Skulpturen und Fotografien.

42’000 Objekte auf 13 Etagen

Im alten und weitaus kleineren Munch-Museum im Stadtteil Tøyen konnte nur ein Bruchteil davon gezeigt werden, weshalb sich die Norweger zum Bau des neues Museums entschlossen. Ursprünglich sollte das Haus schon vor einem Jahr eröffnet werden, doch die Corona-Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung.

Nun ist das unmittelbar neben der spektakulären Osloer Oper liegende Museum offen – und bietet für das Werk von Munch ausreichend Platz: Es hat 13 Etagen und eine Bruttofläche von 26’000 Quadratmetern. Sieben Etagen mit 4500 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind dabei der Kunst vorbehalten.

Auch architektonisch ist das 58 Meter hohe Bauwerk etwas Besonderes: Der obere Teil des 300 Millionen Euro teuren Hauses hat einen Knick – «eine respektvolle Verbeugung vor der Oper, der Stadt und der Kunst an sich», wie Museumsdirektor Stein Olav Henrichsen vorab erklärte. Die Form ähnelt dem elften Buchstaben des griechischen Alphabets, die Architekten haben dem Projekt deshalb den Namen Lambda gegeben.

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