Papageien beschimpfen Parkbesucher – mit harten Konsequenzen

tmxh

4.10.2020

Graupapageien wie diese beschimpften in einem englischen Wildpark die Besucher (Symbolbild).
dpa / Archiv

Unverschämte Vögel müssen in den Käfig: Fünf Papageien hatten die Besucher eines britischen Wildparks immer wieder so heftig beschimpft, dass ihr Missverhalten nun Konsequenzen nach sich zog. 

Eric, Jade, Elsie, Tyson und Billy haben sich unmöglich verhalten – und wurden daher weggesperrt. Das Besondere: Bei den «Herren» handelt es sich um fünf Graupapageien, die gerade in Grossbritannien für Aufsehen sorgen. Was war geschehen?

Schon kurz nach ihrer Anschaffung fingen die Tiere im ostenglischen Lincolnshire Wildlife Park an, die Parkbesucher aufs Übelste zu beleidigen. «Sie alle begannen zu fluchen», berichtet Parkchef Steve Nichols gegenüber CNN Travel. Man sei sogar «ein wenig besorgt um die Kinder» gewesen. Er selbst sei jedes Mal bei Vorbeigehen als «fett» und schlimmer beleidigt worden, so Nichols.

Kollektive Leidenschaft entwickelt

Zwar stammen die afrikanischen Graupapageien von fünf verschiedenen Besitzern, die ihre Tiere dem Park innerhalb von einer Woche spendeten. Nach einer gemeinsamen Zeit auf der Quarantänestation jedoch hatten die Vögel schnell eine kollektive Leidenschaft entwickelt: Schimpfen, fluchen und beleidigen.



«Sie fingen innerhalb kürzester Zeit an, sich gegenseitig zu beschimpfen», so Nichols gegenüber CNN. Am meisten höre man die Beleidigung «F**k off» – zu deutsch und abgeschwächt etwa: «Hau ab». Dies sei für die Vögel sehr leicht zu erlernen. Aber auch sonst könne man jede nur denkbare Beleidigung vernehmen.

Die Papageien würden auch übereinander lachen, wie Nichols der Online-Zeitung «Lincolnshire Live» sagte: «Einer sagt ein Schimpfwort und die anderen imitieren menschliches Lachen. Es ist ein bisschen wie in einer Männer-Umkleidekabine, ein grosses Fluchen und Lachen.»

Aus Sorge um die jungen Gäste

Einen fluchenden Papagei aufzunehmen, sei «keine ungewöhnliche Sache», so Nichols gegenüber CNN, «das passiert ungefähr drei oder vier Mal im Jahr». Die Corona-Pandemie habe jedoch zu einem Anstieg der Spenden geführt – und damit zu mehr Papageien mit Hang zum Schimpfen.



Vielen Gästen hätten die besonderen Fähigkeiten der Tiere laut Nichols zwar gefallen. Die Sorge um die jüngeren Gäste habe das Personal jedoch dazu gezwungen, die Papageien vorübergehend aus den öffentlichen Bereichen des Parks zu entfernen. 

Getrennte Käfige fernab des Publikums – mit diesen harten Konsequenzen müssen die Papageien nach ihrem Fehlverhalten nun leben. Die Angestellten des Wildparks hoffen CNN zufolge nun, dass die Vögel durch die Trennung nun wieder Vogellaute lernen – und ihre Sprache familienfreundlicher wird.

Zurück zur Startseite