Mit Kaffee verbrüht US-Passagierin reicht 750'000 Dollar-Klage gegen Swiss ein

twei

2.10.2020

Nach einem Zwischenfall an Bord eines Swiss-Fluges reichte eine Passagierin eine Klage ein. (Archiv)
Nach einem Zwischenfall an Bord eines Swiss-Fluges reichte eine Passagierin eine Klage ein. (Archiv)
Bild: Keystone

Diesen Trip nach Venedig hat sich eine US-Amerikanerin ganz anders vorgestellt: Nach einem Zwischenfall während eines Swiss-Fluges musste die Passagierin in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nun stellt die Geschädigte eine immense Schadensersatzforderung.

Gemütlich über den Markusplatz schlendern, mit einer Gondel über den Canal Grande fahren oder den altehrwürdigen Dogenpalast besichtigen: So oder so ähnlich könnten die Ferienpläne einer US-Amerikanerin ausgesehen haben. Doch statt sich gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Mutter die Sehenswürdigkeiten von Venedig anzusehen, landete die Touristin im Juli 2019 erst einmal im Spital, wie die «Handelszeit» berichtet.

Die Ursache für die Einlieferung waren Verbrennungen zweiten Grades an Schulter und Rücken, die sich die Frau auf dem Flug von Zürich in die italienische Touristenmetropole zugezogen hatte. Doch wie konnte das passieren? Offenbar hatte während des Swiss-Fluges beim Getränkeservice eine Kanne voll heissem Kaffee das Gleichgewicht verloren, und der Inhalt hatte sich über die US-Amerikanerin ergossen.

Beim Getränkeservice kam es während eines Swiss-Fluges im Sommer 2019 zu einem verhängnisvollen Zwischenfall. (Symbolbild)
Beim Getränkeservice kam es während eines Swiss-Fluges im Sommer 2019 zu einem verhängnisvollen Zwischenfall. (Symbolbild)
Bild: Keystone

Swiss hüllt sich in Schweigen

Wie aus dem Bericht der «Handelszeit» könnte das Malheur nun empfindliche Konsequenzen für die Schweizer Fluggesellschaft haben. Demnach hat die US-Amerikanerin in diesem Sommer Klage gegen die Swiss im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts eingereicht.

In der Klageschrift geht es um sage und schreibe 750'000 Dollar Schadensersatzzahlungen. Wie Gerichtsunterlagen bestätigen, beruft sich die US-Amerikanerin bei der Veranschlagung der enormen Summe auf medizinische Kosten, Arbeitsausfall und Schmerzen.



Vertreter der Swiss gaben auf Nachfrage keinen Kommentar zu dem Vorfall aus dem vergangenen Jahr ab. Nur so viel liess die Fluggesellschaft verlauten: «Wir äussern uns nicht zu Rechtsfällen. Unsere Besatzungen sind geschult, Sicherheitsvorkehrungen zu jeder Zeit einzuhalten.»

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