Pentagon bestätigt Echtheit weiterer Ufo-Aufnahmen

phi

16.4.2021

Unidentifizierbares Objekt: Der US-Pilot musste seine Bilder zwei Mal posten, doch kaum einer hat ihm geglaubt. Nun hat das Pentagon die Echtheit der Aufnahme bestätigt.
Bild: Twitter

Wenn jemand im Internet Fotos unbekannter Flugobjekte postet, sind Zweifel angebracht. Wenn das Pentagon ihre Authentizität bestätigt, wird es aber interessant.

phi

16.4.2021

Dass die US-Navy schon oft genug Dinge vor der Schnauze ihrer Flieger hatte, die nicht identifiziert werden können, ist belegt – Medien-Zeitalter sei Dank. Aufsehen erregten etwa 2018 Videos von F/A-18-Jets, die ein extrem schnelles, extrem wendiges Objekt zeigen und deren Echtheit vom Pentagon bestätigt wurden.

2019 und 2020 wurden weitere Details über die Bilder öffentlich. Im Sommer vergangenen Jahres wurde im Pentagon innerhalb des Marine-Aufklärungsdienstes gar eine eigene UFO-Abteilung eingerichtet: Die Task Force Unidentified Aerial Phenomena (UAP) – der Begriff unidentified flying object (UFO) erinnert heute offenbar zu sehr an Ausserirdische.

Nun hat sich das Pentagon erneut zu Fotos und Videos geäussert, die vergangene Woche auf den Websites Mystery Wire und Extraordinary Beliefs veröffentlicht wurden, die aber schon seit 2020 im Netz kursieren sollen. Und das Verteidigungsministerium bestätigt: Die Bilder sind echt.

Einheitlich sehen die Objekte dabei nicht aus: Mal geht es um Dreiecke oder Pyramiden, die 2019 über einem US-Kriegsschiff geflogen sein sollen, mal um die Handybilder eines F/A18-Piloten, die an ein metallenes Luftschiff erinnern und dann wieder um eine Sphären-Form, die ebenfalls aus einem Flugzeug heraus eingefangen wurde.

Das Pentagon wollte sich nicht genauer dazu äussern, wo und vom wem die Aufnahmen kommen. Es wurde nur bestätigt, dass es Bilder von Angehörigen des Militärs sind – und dass die UAP Task Force im Bilde sei.

«Es gibt viel mehr Sichtungen»

Was ist nun davon zu halten? Eine gute Frage: Einerseits haben Ufo-Sichtungen in der Pandemie stark zugenommen: 31 Prozent mehr wurden 2020 im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. Das riecht natürlich danach, als hätten die Menschen weniger anderes zu tun, doch es gibt auch ein gutes Gegenargument.

Und das hört auf den Namen John Ratcliffe: Der Mann war unter US-Präsident Donald Trump Chef der Geheimdienste und hat im März mit dem konservativen Sender «Fox» gesprochen.

«Ehrlich gesagt: Es gibt viel mehr Sichtungen, als öffentlich gemacht wurden», wird Ratcliffe zitiert. «Wenn wir von Sichtungen reden, reden wir von Objekten, die von Navy- oder Air-Force-Piloten oder Satelliten kommen, die Aktionen miterleben, die man schwer erklären kann. Mit Bewegungen, die man schwer nachmachen kann, für die wir keine Technologie haben. In Geschwindigkeiten, bei der sie die Schallmauer durchbrechen, ohne dass es einen Knall gibt.»

Zusammengefasst: Gibt es etwas Konkretes? Nicht wirklich. Bleibt es spannend? Oh ja.