Ticker zum Jahreswechsel «Zündschnur war relativ kurz, und beim Ausholen ist er explodiert» +++ Silvester-Bilanz

Philipp Dahm

1.1.2026

2025 ist Geschichte: Wie weltweit Silvester gefeiert wurde und das neue Jahr begonnen hat, erfährst du hier.

Philipp Dahm

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  • 14.53 Uhr

    «Zündschnur war relativ kurz, und beim Ausholen ist er explodiert»

    In Berlin waren 4300 Polizisten im Einsatz. Es gab Dutzende Böller-Verletzte, und Hunderte vorläufige Festnahmen – und doch verlief die Berliner Neujahrsnacht nach Einschätzung der Polizei ruhiger als in den vergangenen Jahren. Hier ein Video aus der Notaufnahme eines Spitas im Stadtteil Marzahn.

    Notaufnahme am Limit: Dutzende Böller-Verletzte in Berlin

    Notaufnahme am Limit: Dutzende Böller-Verletzte in Berlin

    In der Silvesternacht kommen die Krankenhäuser in Deutschland regelmässig an ihre Grenzen – so auch das Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn. O-Ton Stefanie Kerstens, Radiologie Assistentin: «In der Silvesternacht jetzt haben wir immer viele Böllerverletzungen und unter anderem sieht man es ja, hier ist schon ein starkes Ausmass an der Verletzung, da fehlt schon sämtliche Finger, sowas sieht man öfters.»

    01.01.2026

  • 14.30 Uhr

    Bulgarien ist jetzt ein Euro-Land

    Bulgarien führt als 21. Land den Euro ein

    Bulgarien führt als 21. Land den Euro ein

    STORY: Feierliche Stimmung zum Jahreswechsel in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Bulgarien hat sich vom Lew verabschiedet und den Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Der Balkanstaat ist damit das 21. Land, in dem die Gemeinschaftswährung das offizielle Zahlungsmittel ist. Aus Sicht der EU hat Bulgarien alle Bedingungen erfüllt, um in die Eurozone aufgenommen zu werden. Die Inflationsrate lag Ende 2024 unter drei Prozent. Die Schulden belaufen sich auf weniger als 24 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Davon könnten andere Staaten nur träumen. Die bulgarische Regierung erhofft sich von der Währungsumstellung Vorteile für den Tourismus und den Handel. Ein Optimismus, der von Teilen der Bevölkerung durchaus geteilt wird. «Viele Länder haben den Euro eingeführt, daher dürfte es keine besonderen Schwierigkeiten geben. Ich unterstütze unseren Beitritt. Dies ist der letzte Schritt unserer Integration in die Europäische Union. Ich denke, dass uns die EU im Laufe der Jahre viel gegeben hat, daher halte ich dies für einen guten Schritt.»   «Unser Geld wird eine andere Währung haben – wenn ich 10.000 Leva habe, werde ich jetzt 5.100 Euro haben. Es ist alles dasselbe. Und ich denke, es wird besser sein.»   Doch es gibt auch viele kritische Stimmen. Bulgarien gehört zu den ärmsten Ländern der EU. Die Sorge ist gross, dass der Euro höhere Preise mit sich bringen könnte. Dazu kommt die Befürchtung, dass Bulgarien mit dem Lew auch einen Teil seiner Unabhängigkeit aufgeben muss. Ausserhalb des Landes werden die instabile politische Lage und die weit verbreitete Korruption kritisiert.  Um den Umstieg etwas zu erleichtern, wurden alle Tage der ersten Januarwoche in Bulgarien zu Feier-, Brücken- und Wochenendtagen erklärt. Der erste offizielle Geschäftstag mit dem Euro wird Montag, der 5. Januar sein.

    01.01.2026

  • 14.02 Uhr

    Zwei Tote und viel Chaos in den Niederlanden

    In den Niederlanden ist der letzte Jahreswechsel, bei dem Böller und Raketen erlaubt waren, vielerorts in Gewalt eskaliert. In etlichen Städten mussten die Einsatzkräfte in der Silvesternacht wegen Ausschreitungen, Vorfällen mit Feuerwerk und Bränden ausrücken.

    Es gab etliche Schwerverletzte und zwei Tote. Die Bereitschaftspolizei war landesweit im Dauereinsatz und es gab 250 Festnahmen. In einigen Städten wurden Wasserwerfer eingesetzt.

    «Letzte Nacht ist es zu vielen Bränden, Zerstörungen und Gewalttaten gekommen», sagte der stellvertretende niederländische Polizeichef Wilbert Paulissen. «Ein Supermarkt wurde geplündert und Polizisten wurden mit Molotowcocktails, schweren Feuerwerkskörpern und Pflastersteinen beworfen.»

    Zahlreiche Autos gingen in Flammen auf. In Amsterdam brannte die monumentale Vondelkirche bis auf die Grundmauern nieder – siehe folgende Mldung – und im Norden der Niederlande wurde eine Sporthalle durch ein Feuer verwüstet.

    An vielen Orten habe sich die Gewalt gegen die Polizei und Rettungskräfte gerichtet, sagte der Vize-Polizeichef. «Wieder wurden Polizisten und andere Rettungskräfte verletzt und Polizeifahrzeuge brutal zerstört.»

    Die Notrufnummer in den Niederlanden war in der Silvesternacht landesweit überlastet, weshalb die Behörden die Bevölkerung aufriefen, nur bei lebensbedrohlichen Situationen den Notruf zu wählen.

    In Aalsmeer bei Amsterdam starb ein 38 Jahre alter Mann in der Nacht beim Hantieren mit Böllern. In der Grossstadt Nijmegen an der deutschen Grenze kam ein 16-Jähriger bei einem Unglück mit einem Böller ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein möglicherweise Beteiligter festgenommen.

    In Utrecht wurde ein bewaffneter Mann von der Polizei niedergeschossen und schwer verletzt. In Rotterdam wurde ein Beamter verletzt, als ein Autofahrer bei einer Kontrolle plötzlich Gas gab und den Polizisten mehrere hundert Meter mitschleifte.

    Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 soll nach einem Parlamentsbeschluss ein Böllerverbot gelten. Für die letzte Silvesternacht mit Böllern und Raketen kauften die Menschen in den Niederlanden besonders grosse Vorräte ein.

    Nach Angaben des Branchenverbandes für Pyrotechnik (BNP) wurde Feuerwerk für 129 Millionen Euro verkauft, im Vorjahr betrug der Umsatz noch 118 Millionen Euro, wie die Zeitung «De Volkskrant» berichtete.

    Auch der Import von illegalen, teils sehr gefährlichen Knallern nahm nach Berichten der Polizei zu. Diese haben eine ungeheure Sprengkraft, die Polizei vergleicht sie mit Bomben und Granaten. In diesem Jahr wurden bis Ende Dezember rund 112 Tonnen illegale Feuerwerkskörper beschlagnahmt.

    Im vergangenen Jahr lag die Gesamtmenge noch bei rund 107 Tonnen und 2023 bei rund 79 Tonnen. Der Verkauf und das Zünden von schweren Böllern ist bereits seit Jahren verboten. Doch Privatleute können sie in Belgien und Deutschland kaufen und dann über die Grenze schmuggeln.

  • 12.31 Uhr

    Riesige Kirche in Amsterdam abgebrannt

    In Amsterdam hat ein Brand in der Silvesternacht eine grosse Kirche weitgehend zerstört. Der rund 50 Meter hohe Turm und das Dach der Vondelkirche im Zentrum der Hauptstadt stürzten ein, wie die Sicherheitsbehörden mitteilten.

    Am Vormittag brachten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Bei dem Feuer in der schon seit Jahrzehnten nicht mehr als Gotteshaus genutzten Kirche gab es keine Verletzten. Eine grosse Zahl von Wohnungen in der Umgebung der Kirche wurde evakuiert. Rund 90 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.

    Die mooie Vondelkerk. 💔

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    — Myrthe Hilkens (@myrthehilkens.bsky.social) 1. Januar 2026 um 02:08

    Die Ursache des Brandes, der kurz nach Mitternacht ausbrach, ist noch nicht bekannt. Starker Wind fachte die Flammen an und sorgte für Funkenflug. Die Niederlande feierten den letzten Jahreswechsel, bei dem Böller und Raketen erlaubt waren.

    Die Menschen kauften weit mehr legales und illegales Feuerwerk als in den Vorjahren. Es kam zu etlichen Bränden. Ob der Brand in der Kirche mit Feuerwerk zusammenhängt, ist noch offen. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit einem Grossaufgebot an Kräften auch aus anderen Städten.

    Die Marine unterstützte die Löscharbeiten mit der grössten Hubarbeitsbühne der Niederlande, die 60 Meter in die Höhe gefahren werden kann. Ein Statiker stellte am Morgen fest, dass die Mauern der Kirche stehen bleiben werden und keine weitere Einsturzgefahr besteht, wie die Behörden mitteilten.

    WATCH: Church tower of Vondelkerk (Vondel Church) collapses from fire in Amsterdam, The Netherlands; many homes being evacuated.

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    — AZ Intel (@azintel.bsky.social) 1. Januar 2026 um 03:49

    «Es ist ein sehr heftiger und schrecklicher Brand in dieser monumentalen Kirche», sagte die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema, wie Medien berichteten. «Unsere erste Sorge und Priorität gilt nun dem Wohlergehen und den Häusern der unmittelbaren Anwohner.»

    Die Vondelkirche wurde 1872 erbaut und bis 1977 als römisch-katholische Kirche genutzt. Zuletzt wurde die neogotische Basilika anderweitig und für besondere Anlässe wie etwa Konzerte genutzt. 1904 hatte ein Brand den ursprünglichen Turm der Kirche zerstört.

  • 10.42 Uhr

    Silvesterbilanz der Kapo Zürich

    Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich nahm gegen 130 Meldungen im Zusammenhang mit unsachgemässem Abbrennen von Feuerwerk oder gefährlichem Umgang mit Knallkörpern entgegen. Davon entfielen mehr als 30 Meldungen auf Gemeinden, in denen ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerk gilt. In sechs weiteren Fällen gingen Anzeigen ein, weil Briefkästen mit Feuerwerkskörpern gesprengt wurden.

    Mehr als drei Dutzend Brände erforderten den Einsatz von Feuerwehr oder Polizei. Unter anderem brannten Bäume, Hecken, Abfalleimer oder -Container. In Winterthur wurden durch eine bislang unbekannte Täterschaft die Briefkästen eines Mehrfamilienhauses in Brand gesetzt. Es entstand hoher Sachschaden an der Fassade und an Balkonen. Die Kantonspolizei Zürich ermittelt wegen Brandstiftung.

    Im Falle eines Gewaltdelikts mit einer Stichwaffe in der Zürcher Innenstadt übernimmt die Kantonspolizei Zürich die weiteren Ermittlungen.

  • 10.42 Uhr

    Die Nacht am Hauptbahnhof Zürich

    Die Kantonspolizei Zürich stand wegen der am Silvesterzauber erwartet hohen Besucherzahl mit einem verstärkten Aufgebot im Einsatz. Zusammen mit der Transportpolizei der SBB sowie der Transsicura mussten gegen rund zwei Dutzend Personen Wegweisungen ausgesprochen werden.

    Sechs Personen sind unter anderem wegen des Verdachts auf Vermögensdelikte, Verstössen gegen das AIG oder weil sie zur Fahndung ausgeschrieben waren, festgenommen worden.

  • 10 Uhr

    Mehrere Brände in der Ostschweiz

    Die Kantonspolizeien Thurgau und St. Gallen sind in der Silvesternacht über 80 Mal ausgerückt. Feuerwerk führte zu mehreren Bränden. Verletzte gab es in den beiden Kantonen keine.

    Es war ein positives Fazit, welches die beiden Kantonspolizeien heute Morgen nach der Silvesternacht zogen. Keine Verletzten, keine schweren Straftaten, so die Bilanz.

    Die Brände, mutmasslich durch Feuerwerk ausgelöst, konnten allesamt schnell gelöscht werden. Im Gegensatz zu anderen Jahren mussten im Thurgau von Mittwochabend bis zum heutigen Donnerstagmorgen keine Feuerwehren aufgeboten werden. Einen brennenden Abfalleimer in Amriswil löschten die Polizeibeamten selbst. Die Sachschäden der Brände sind noch nicht beziffert.

    Weiter wurden mehrere betrunkene Personen aus dem Verkehr gezogen. In St. Gallen rückte die Polizei zweimal wegen häuslicher Gewalt aus.

  • 9.15 Uhr

    New York rutscht mit dem Drop Ball ins neue Jahr

    Mit dem traditionellen Ball Drop am Times Square hat New York City das neue Jahr begrüsst. Punkt Mitternacht senkte sich die leuchtende Kugel am weltberühmten Times Square und markierte den Beginn des neuen Jahres. Hunderttausende Menschen feierten mit in den Himmel gerichteten Blicken den Jahreswechsel in Midtown Manhattan.

    Viele von ihnen waren bereits seit Stunden vor Ort und hatten trotz winterlicher Temperaturen in den abgesperrten Strassen rund um den Platz ausgeharrt. Der Countdown wurde von Musik und Konfetti, aber auch einem großangelegten Sicherheitskonzept begleitet. Die Polizei hatte das Gebiet weiträumig abgesperrt und Kontrollen eingerichtet.

    Der Ball Drop wurde weltweit live im Fernsehen übertragen und gilt seit mehr als einem Jahrhundert als zentrales Symbol des Jahreswechsels in den USA. In dem anliegenden Traditionsgebäude war einst die Redaktion der «New York Times» untergebracht, die dem Platz seinen Namen gab.

    Die aktuelle Kugel, die mehrere Tonnen wiegt und mit Tausenden Kristallelementen besetzt ist, benötigt knapp eine Minute für ihren 43 Meter langen Weg nach unten. Im Unterschied zu früher verfügt sie erstmals über eine modernisierte Licht- und Steuerungstechnik, die besondere Farb- und Leuchteffekte ermöglicht.

    Anlass für die veränderte Gestaltung ist auch ein historisches Jubiläum: Die Vereinigten Staaten begehen 2026 den 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung. Entsprechend erstrahlte die Kugel zum Jahreswechsel in den Farben der Nationalflagge – Rot, Weiss und Blau.

  • 9 Uhr

    So hat Rio reingefeiert

    Hunderttausende Menschen haben in der brasilianischen Küstenmetropole Rio de Janeiro mit Feuerwerk und Musik das neue Jahr begrüsst.

    Um Mitternacht begann ein zwölfminütiges Feuerwerk, das von 19 Flössen vor dem Strand des Stadtteils Copacabana abgefeuert wurde. 1200 Drohnen schwebten über den Feiernden und malten Bilder in den Nachthimmel. Auf zahlreichen Bühnen am Strand der Copacabana traten Bands, Musiker und DJs auf, darunter der bekannte Tropicalismo-Musiker und frühere Kulturminister Gilberto Gil.

    Die Stadtverwaltung rechnete mit fünf Millionen Besuchern bei den Feierlichkeiten in der ganzen Stadt und Umsätzen für Hoteliers, Restaurants, Bars und Tourismusunternehmen in Höhe von 3,34 Milliarden Reals (480 Millonen Franken).

    Erst am 30. Dezember war Rio de Janeiro vom Guinness-Buch der Rekorde als Metropole mit der grössten Silvester-Party der Welt ausgezeichnet worden. Die Stadtverwaltung konnte nachgewiesen, dass zum Jahreswechsel 2024/2025 alleine vor der Hauptbühne auf der Copacabana 2,5 Millionen Menschen gefeiert hatten.

  • 8.32 Uhr

    Krawalle in den Niederlanden

    In den Niederlanden eskalierte die Lage zu Silvester: Dort waren Böller und Raketen zu diesem Jahreswechsel zum letzten Mal erlaubt gewesen. In etlichen Städten musste die Polizei wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken. In der Grossstadt Breda wurden Beamte mit Molotowcocktails und Gehwegplatten beworfen. In Amsterdam stand eine Kirche in Brand.

  • 8 Uhr

    Zwei 18-Jährige sterben in Bielefeld

    In Bielefeld kamen zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben. In der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt.

    Tragische Bilanz: Verletzte und Tote an Silvester

    Tragische Bilanz: Verletzte und Tote an Silvester

    Deutschland feiert den Jahreswechsel, doch nicht überall bleibt es friedlich. In vielen Städten kommt es zu Angriffen auf Einsatzkräfte, und es gibt Tote sowie Verletzte. In Bielefeld verlieren zwei 18-Jährige ihr Leben bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik. In der Nähe von Rostock erleidet ein 14-Jähriger durch einen explodierten Böller eine schwere Verletzung und verliert seine linke Hand. In Leipzig wird ein 16-jähriges Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt.

    01.01.2026

    Noch keinen Überblick gibt es, wie viele Menschen bundesweit verletzt wurden. Das Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn meldete 25 Patienten «mit zum Teil schweren Handverletzungen mit Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand». Und: «Besonders schlimm ist aber, dass wieder acht Kinder dabei sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer verändert hat.» Es wurde mit steigenden Zahlen gerechnet.

  • 1. Januar

    Frohes neues Jahr!

    blue News wünscht dir viel Gesundheit, Glück und Liebe in 2026!

  • 22.43 Uhr

    Mann stirbt in Rom nach Explosion eines Böllers

    Bei der Explosion eines Böllers ist am Silvesternachmittag in einem Randbezirk von Rom ein Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte erlitt der Mann schwerste Verletzungen an Gesicht, Oberkörper und einer Hand, die regelrecht weggesprengt wurde. Der Mann verlor demnach viel Blut und starb noch vor Ort. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

  • 17.29 Uhr

    Hongkong startet ohne Hafen-Feuerwerk ins neue Jahr

    Hongkong hat das neue Jahr ohne das traditionelle Silvester-Feuerwerk über dem Victoria-Hafen begrüßt. Stattdessen wurde eine große Countdown-Veranstaltung mit Lichtinstallationen und Sänger-Auftritten organisiert. Die Absage des Feuerwerks erfolgte aus Rücksicht auf die Opfer und Angehörigen einer schweren Brandkatastrophe im Stadtteil Tai Po, bei der Ende November 161 Menschen in der chinesischen Sonderverwaltungsregion ums Leben gekommen waren.

  • 17.26 Uhr

    Athen und Nikosia feiern Silvester ohne den grossen Rumms

    Die Hauptstädte Griechenlands und Zyperns haben die Lautstärke ihrer Silvesterfeuerwerke in diesem Jahr heruntergeregelt. Athen und Nikosia ersetzen das vertraute Zischen, Knistern und Knallen von Feuerwerkskörpern durch ein Spektakel mit geräuscharmer Pyrotechnik, Lichtshows und Drohnen, die weniger Getöse verursachen. Damit sollen die Neujahrsfeiern kinder- und haustierfreundlicher werden - insbesondere für geräuschempfindliche Tiere.

    Griechenlands Hauptstadt Athen. (Archivbild)
    Griechenlands Hauptstadt Athen. (Archivbild)
    Bild: Socrates Baltagiannis/dpa
  • 15.25 Uhr

    Xi nutzt Silvesteransprache für Drohung gegen Taiwan

    Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat seine Silvesteransprache für eine Drohung gegen das demokratisch regierte Taiwan genutzt. In seiner Rede, die am Mittwoch von Staatsmedien ausgestrahlt wurde, lobte er den technologischen Fortschritt der Volksrepublik in Bereichen wie der Künstlichen Intelligenz und der Halbleiterindustrie, unterstrich aber auch erneut den von Peking über Taiwan erhobenen Souveränitätsanspruch.

  • 14.37 Uhr

    Österreich: 380 Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt

    In Österreich sind bei einer Polizeiaktion in mehreren Bundesländern rund 15'000 gefährliche pyrotechnische Gegenstände sichergestellt worden. Darunter waren nach Angaben des Innenministeriums Kugelbomben sowie Leuchtspurgeschosse. Das Gesamtgewicht lag bei 380 Kilogramm.

    Kugelbomben oder auch Feuerwerkskugeln enthalten verschiedene pyrotechnische Mischungen und können mehrere Kilogramm wiegen. Sie sind in Österreich wie in Deutschland stark reglementiert und dürfen in der Regel nur von Fachpersonen mit besonderer Ausbildung gehandhabt werden.

    Die österreichischen Behörden hatten Hinweise erhalten und Hausdurchsuchungen durchgeführt, unter anderem in der Steiermark. «Anlass waren Informationen, wonach namentlich bekannte Personen gefährliche Stoffe und Gegenstände beschafft hatten, die potenziell für verfassungsgefährdende Angriffe missbraucht werden könnten», teilte das Innenministerium mit. Personen mit illegalen Gegenständen wurden angezeigt. Ihnen drohen hohe Geldstrafen.

  • 14.15 Uhr

    Australien ballert sich ins neue Jahr

  • 13.54 Uhr

    Warum Indonesien nur verhalten feiert

    Aus Solidarität mit den von Hochwasser und Erdrutschen verwüsteten Gemeinden Indonesiens begeht der südostasiatische Inselstaat den Jahreswechsel gedämpfter als in früheren Jahren. Überschwemmungen und Erdrutsche hatten auf der Insel Sumatra vor wenigen Wochen mehr als 1100 Menschen das Leben gekostet.

    In der Hauptstadt Jakarta an der Nordwestküste der Insel Java sollte das neue Jahr statt mit dem üblichen Pomp in gedämpfter Atmosphäre mit einem besinnlichen Programm begrüsst werden, bei dem Gebete für die Opfer im Zentrum stehen, wie Gouverneur Pramono Anung in der vergangenen Woche angekündigt hatte.

    In Makassar, der Hauptstadt von Südsulawesi, appellierte Bürgermeister Munafri Arifuddin an die Einwohnerinnen und Einwohner, auf Feste komplett zu verzichten und stattdessen zu beten und innezuhalten. «Mitgefühl und Zurückhaltung sind wichtiger als Feuerwerk und Menschenmassen», sagte er.

    Auf der Urlaubsinsel Bali wurden Konzerte und Feuerwerke abgesagt und durch eine Kulturveranstaltung mit 65 Gruppen ersetzt, die traditionelle Tänze aufführen.

  • 13.45 Uhr

    KI, Taiwan, Weltraum: Chinas Xi Jinping hält Neujahrsrede

    Staats- und Parteichef Xi Jinping hat in seiner Neujahrsansprache technologische Fortschritte des Landes hervorgehoben und zugleich den Anspruch auf eine Wiedervereinigung mit Taiwan bekräftigt. «Die Wiedervereinigung unseres Mutterlandes ist ein Trend der Zeit und nicht aufzuhalten», erklärte Xi.

    Zu Wochenbeginn hatte das chinesische Militär gross angelegte Manöver rund um Taiwan abgehalten. Beobachter werteten die Übungen unter anderem als Reaktion auf neu genehmigte US-Waffenlieferungen an die Insel. Taiwan wird demokratisch regiert.

    China betrachtet die Inselrepublik dagegen als Teil seines Staatsgebiets und droht mit einer gewaltsamen «Wiedervereinigung», sollte eine friedliche Lösung scheitern. In aussenpolitischer Hinsicht sagte der chinesische Staatschef, China stehe auf der richtigen Seite der Geschichte und sei bereit, gemeinsam mit allen Ländern Frieden und Entwicklung in der Welt voranzubringen sowie an einer gerechteren globalen Ordnung mitzuwirken.

    In der am Silvesterabend verbreiteten Rede sprach Xi auch über die technologischen Stärken des Landes. Mehrere grosse KI-Modelle stünden in einem intensiven Wettbewerb, zugleich habe es Durchbrüche bei der Entwicklung eigener Halbleiter gegeben. Fortschritte gebe es auch bei humanoiden Robotern und der Drohnentechnologie.

    Xi says China to hit 2025 growth target of 'around 5 per cent' - https://www.channelnewsasia.com/east-asia/china-economy-5-cent-xi-jinping-new-year-speech-5771441

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    — CNA - Channel News Asia (Unofficial) (@cna-poster.bsky.social) 31. Dezember 2025 um 13:43

    Als Beispiele für weitere Erfolge im abgelaufenen Jahr nannte Xi den Start der Raumsonde Tianwen-2 zur Erforschung von Asteroiden und Kometen sowie den Baubeginn eines grossen Wasserkraftprojekts in Tibet. Zudem sei Chinas erster Flugzeugträger mit elektromagnetischem Katapultsystem offiziell in Dienst gestellt worden.

    Mit Blick auf 2026 kündigte Xi an, den Start des 15. Fünfjahresplans für weitere Reformen, eine Vertiefung der Öffnungspolitik und qualitativ hochwertiges Wachstum zu nutzen.

  • 12.45 Uhr

    Silvesterstimmung in Neuseeland

  • 12.10 Uhr

    Wegen Grossbrand: Kein Feuerwerk in Hongkong

    Die Silvesterfeiern in Hongkong gehen in diesem Jahr ohne das übliche Feuerwerksspektakel über die Bühne. Die Stadtverwaltung hat die farbenfrohe Pyrotechnikshow über dem malerischen Victoria-Hafen abgesagt, nachdem bei einem Grossbrand im November mindestens 161 Menschen ums Leben gekommen sind.

    Stattdessen veranstaltet das Fremdenverkehrsamt heute Abend eine Musikshow mit dem Softrock-Duo Air Supply und anderen Sängern im zentralen Geschäftsviertel der Metropole. In der Gegend befindet sich auch das berühmte Ausgehviertel Lan Kwai Fong. Die Fassaden von acht Wahrzeichen werden sich in riesige Countdown-Uhren verwandeln, die um Mitternacht eine dreiminütige Lichtshow zeigen sollen.

    Der schlimmste Brand in der Finanzmetropole seit 1948 war Ende November im Wohnkomplex Wang Fuk Court ausgebrochen, der gerade renoviert wurde. Die Behörden machten Mängel an Bambusgerüsten und Netzen sowie die an den Fenstern angebrachten Schaumstoffplatten für die schnelle Ausbreitung des Feuers verantwortlich.

    Feuerkatastrophe in Hongkong: Mehr Tote und weitere Verhaftungen

    Feuerkatastrophe in Hongkong: Mehr Tote und weitere Verhaftungen

    STORY: Stilles Gedenken am Montag in Hongkong, vor Ort an den ausgebrannten Häuserskeletten oder bei einer Zeremonie nahebei. Bei dem verheerenden Hochhausbrand sind nach Behördenangaben mindestens 151 Menschen ums Leben gekommen, hiess es am Montag, 40 weitere Menschen gelten immer noch als vermisst. O-Ton Tsang Shuk Yin, Abteilung für Unfallermittlung, Polizei Hongkong: «Einige der Leichen sind zu Asche verbrannt, daher werden wir möglicherweise nicht alle Vermissten finden können.» Laut den Behörden hat die Verwendung minderwertiger Materialien bei der Sanierung der Hochhausblöcke den Brand angefacht. Tests an mehreren Proben der für die Renovierungsarbeiten aufgehängten grünen Netze hätten ergeben, dass es nicht den Brandschutzstandards entspreche, hiess es. Die von den Bauunternehmen verwendeten Schaumstoffisolierungen hätten die Flammen zusätzlich angefacht. Zudem hätten die Feuermelder in dem Komplex nicht ordnungsgemäss funktioniert. O-Ton Chan Tung, Direktor für Kriminalität und Sicherheit, Polizei Hongkong: «Die Polizei hat rund um die Uhr gearbeitet. Wir haben 13 Personen festgenommen, darunter zwölf Männer und eine Frau im Alter zwischen 40 und 77 Jahren, die des Totschlags beschuldigt werden. Zu den Festgenommenen gehören Ermittler, der technische Berater, das zweitrangige Ingenieurbüro sowie mit diesem in Verbindung stehende Personen.» Die sieben Hochhäuser der Wohnanlage würden weiter durchsucht, teilte die Polizei mit. Das Feuer war am Mittwochnachmittag ausgebrochen. Es hatte sich rasch auf sieben der acht 32-stöckigen Blöcke des Komplexes ausgebreitet. Dort lebten mehr als 4000 Menschen.  China warnte die Hongkonger davor, die Katastrophe für regierungskritische Demonstrationen zu nutzen. Ganz gleich, welche Methoden sie anwendeten, sie würden zur Rechenschaft gezogen und streng bestraft, teilte Chinas nationales Sicherheitsbüro am Wochenende mit.

    01.12.2025

    Die chinesische Stadt und Sonderverwaltungszone hat sich von dem Schock noch nicht erholt. Viele Bewohner hatten jahrelang gespart, um sich dort eine Wohnung kaufen zu können. Tausende sind jetzt in Übergangswohnungen, Hotels und Jugendherbergen untergebracht.

    Feuerwerke gehören seit langem zu den Feierlichkeiten der Stadt zum Neujahrsfest, zum Mondneujahrsfest und zum Nationalfeiertag. Die Pyrotechnikshow vor der Wolkenkratzer-Skyline Hongkongs lockt in der Regel Hunderttausende Menschen an, darunter viele Touristen. Kulturministerin Rosanna Law räumte am Dienstag ein, der Verzicht auf das Feuerwerk werde voraussichtlich Hotel- und Restaurantbetriebe schädigen.

    Hongkong hat auch schon nach früheren Katastrophen auf Feuerwerke verzichtet, unter anderem auf die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag 2013 nach einer Schiffskollision, bei der 39 Menschen ums Leben kamen, und das Neujahrsfest 2018 nach einem Busunglück, bei dem 19 Menschen starben. Auch während der Corona-Pandemie wurden Feuerwerke abgesagt.

  • 12.10 Uhr

    Darum ist China das Mutterland des Feuerwerks

    China gilt nach Angaben des US-Handelsverbands American Pyrotechnics Association als Ursprungsland des Feuerwerks. Schon im 2. Jahrhundert vor Christus entdeckten die Menschen dort, dass ins Feuer geworfene Bambushalme mit einem ordentlichen Knall explodieren.

    Den ersten dokumentierten Feuerwerkskörper baute der laut Guinnessbuch der Rekorde als Erfinder des Schwarzpulvers bekannte Mönch Li Tian, der während der Tang-Dynastie (etwa 618 bis 907) lebte. Er füllte seine Erfindung in hohle Bambusstängel, was nach dem Anzünden noch lauter krachte. Diese Knallkörper band er zusammen, um mit einem Feuerwerk böse Geister zu vertreiben.

  • 11.35 Uhr

    Amerikanisch Samoa feiert erst morgen Mittag Silvester

    Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, wird schliesslich der letzte bewohnte Ort der Erde sein, der das neue Jahr begrüsst – zwölf Stunden nach der Schweiz.

  • 11.14 Uhr

    Um 12 Uhr folgt Neuseeland, um 14 Uhr Australien

    Nur 15 Minuten später geht es auf den zu Neuseeland gehörenden Chatham Islands ins neue Jahr. Die Inseln mit etwas mehr als 700 Einwohnern liegen etwa 800 Kilometer östlich von Neuseeland und haben eine eigene Zeitzone. Um 12 Uhr MEZ stossen dann Neuseeland sowie die Inselstaaten Samoa und Tonga auf 2026 an.

    In Neuseeland stehen die Wahrzeichen der grössten Stadt Auckland im Mittelpunkt aufwendiger Lichtshows und Feuerwerke – allen voran der 328 Meter hohe Sky Tower, der höchste Turm der Südhalbkugel. Auch in der Hauptstadt Wellington sind Lichtspektakel und Musik geplant.

    Partyvolk richtet sich am 31. Dezember in Sydney für das Feuerwerk ein.
    Partyvolk richtet sich am 31. Dezember in Sydney für das Feuerwerk ein.
    KEYSTONE

    Um 14 Uhr MEZ ist dann Sydney an der Reihe. In der australischen Metropole sollen rund um die ikonische Harbour Bridge und das Opernhaus neun Tonnen Pyrotechnik in den Himmel geschossen werden.

    Nach dem tödlichen Terroranschlag am Bondi Beach vor zwei Wochen wurden die Feierlichkeiten an dem berühmten Strand hingegen abgesagt.

  • 11 Uhr

    Prost Neujahr, Kiritimati!

    2026 hat begonnen! Zwar noch nicht in der Schweiz, aber auf einem Atoll in der Südsee. Um 11 Uhr MEZ haben die etwa 7300 Einwohner von Kiritimati das neue Jahr begrüsst. Das Atoll mit rund 320 Quadratkilometern Landfläche und herrlichen Lagunen gehört zur Inselrepublik Kiribati, die mehrere Zeitzonen hat. Sie erstreckt sich mitten im Südpazifik entlang des Äquators.

    Abgelegen: Kirtimati.
    Abgelegen: Kirtimati.
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