Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch zum Tod von Rudolf Hess

SDA

18.8.2018

Teilnehmer der Gegendemonstration zum Neonazi-Aufmarsch vor dem Rathaus Spandau. Foto: Christoph Soeder
Source: Christoph Soeder

Mehrere hundert Menschen haben in Berlin gegen einen Aufmarsch von Neonazis zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess protestiert. "Kein Platz für Nazis" stand auf Luftballons. Ältere Damen hielten Transparente hoch mit der Aufschrift "Omas gegen Rechts".

Die Demonstrationen richteten sich gegen die jährlich stattfindende Neonazi-Veranstaltung zum Todestag von Hess, der sich am 17. August 1987 im Kriegsverbrechergefängnis in Berlin-Spandau das Leben genommen hatte. Aufgerufen zu den Protesten hatten Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Initiativen.

Die Rechtsextremisten hatten für ihre Kundgebung rund 500 Teilnehmer angemeldet. Zum Auftakt kam allerdings nur gut ein Dutzend Teilnehmer.

Bislang sei die Situation ruhig, sagte eine Polizeisprecherin am Mittag. Rund 2300 Polizisten seien im Einsatz, um die beiden Lager voneinander fernzuhalten und Gewaltausbrüche zu verhindern.

Vor einem Jahr waren zum 30. Todestag von Hess Hunderte Neonazis durch Spandau gezogen. Sie kamen jedoch nicht weit, weil sie durch Blockaden der zahlreichen Gegendemonstranten gestoppt wurden. Für die grösste Protestaktion waren am Samstag 4000 Teilnehmer angekündigt.

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