An der Nordwestküste Mallorcas sorgte ein Unwetter am Wochenende für eine blaue Plage. Millionen Segelquallen bedeckten kurz vor Saisonstart die Strände.
Blau machen auf Mallorca: Am Strand von Port de Sollér im Nordwesten der beliebten Ferieninsel hat man gar keine andere Wahl. Kurz vor Beginn der Saison bedecken dort Millionen von toten Segelquallen den Sand.
Laut «Mallorca Magazin» waren am Wochenende fast alle Strände der Bucht mit einem blauen Teppich bedeckt. An einen Strandspaziergang war jedenfalls nicht zu denken, wie beeindruckende Bilder von dem Schauspiel bei Facebook zeigen.
Die Segelquallen werden von den Einheimischen «Boote des Petrus» genannt.
Von den Einheimischen «Barquetes de Sant Pere» (Boote des Heiligen Petrus) genannt, ist das Auftreten der Segelquallen zu dieser Jahreszeit an und für sich nicht ungewöhnlich. Problematisch ist allerdings die grosse Anzahl der Tiere, die an die Strände gespült wurden. Sie verfaulen dort und werden bei der Verwesung zur Geruchsbelästigung. Zudem ist eine Insektenplage zu befürchten, werden die Quallen nicht zügig entsorgt.
Segelquallen lassen sich nicht nur von der Strömungen treiben, sondern können wegen einer anatomischen Besonderheit auch mit dem Wind segeln. Für Menschen sind die Tiere, anders als andere Quallenarten, ungefährlich. Ihre Nesselfäden sind zu schwach, um die Haut zu durchdringen. Bei einem allfälligen Kontakt würde es höchstens eine leichte Hautirritation geben.