Roche-Zahlen 2020 von Coronakrise gezeichnet

hr

4.2.2021 - 07:16

Während bei Roche die Medikamentensparte unter der Covid-19-Pandemie gelitten hat, hat die Diagnistiksparte davon profitiert. Unter anderem verkauft Roche Corona-Schnelltests. (Archivbild)
Keystone

Beim Pharmakonzern Roche hat die Covid-19-Pandemie 2020 in den beiden Sparten unterschiedliche Spuren hinterlassen. So litt die Pharmasparte unter dem veränderten Patientenverhalten, während der Absatz mit den Corona-Tests der Diagnostic-Sparte sehr gut lief.

Roche weist für 2020 einen Konzernumsatz von 58,3 Milliarden Franken aus, ein Minus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen legten die Verkäufe um 1 Prozent zu und lagen damit noch knapp im Rahmen der Zielsetzung des Roche-Managements.

Den Konzerngewinn beziffert Roche mit 15,1 Milliarden Franken (Vorjahr: 14,1 Mrd). Das Plus begründet der Konzern mit geringeren Goodwill-Wertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr. Das operative Kernergebnis, das Analysten als Richtgrösse nutzen, fiel um 4 Prozent.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen zum Teil knapp unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Für das neue Geschäftsjahr 2021 bleibt Roche sehr vorsichtig. So strebt der Konzern zu konstanten Wechselkursen ein Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an. Das Wachstum des Kerngewinns je Titel soll dabei weitgehend dem Verkaufswachstum entsprechen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Für 2020 schlägt Roche eine Ausschüttung von 9,10 Franken vor nach 9,00 Franken im Vorjahr.

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