Neue Schweizer StudieWenn die Männchen versagen springen die Weibchen ein – Schleiereulen teilen Arbeit auf
SDA
4.2.2026 - 09:43
Die Jungvögel der Schleiereulenpaare, die am besten zusammenarbeiten, haben laut einer neuen Studie bessere Chancen, flügge zu werden. (Archivbild)
Keystone
Eine neue Schweizer Studie zeigt, wie flexibel Schleiereulen ihre Rollen bei der Jungenaufzucht anpassen. Versagt der Vater bei der Jagd, erhöht die Mutter ihren Einsatz – mit entscheidenden Vorteilen für die schwächsten Küken.
Keystone-SDA
04.02.2026, 09:43
08.02.2026, 22:27
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Eine Schweizer Studie zeigt, dass Schleiereulen-Eltern ihre Jagdarbeit flexibel aufteilen und Weibchen mehr Beute beschaffen, wenn die Leistung des Männchens nachlässt.
Mithilfe von GPS-Daten wurde festgestellt, dass Weibchen im Schnitt 27 Prozent der Nahrung liefern, ihren Einsatz aber je nach Jagderfolg, Koordination und Umweltbedingungen anpassen.
Diese flexible Zusammenarbeit erhöht die Überlebenschancen der Jungtiere, besonders der spät geschlüpften und schwächsten Küken.
Wenn der Schleiereulen-Vater bei der Jagd versagt, springt die Mutter ein. Diese flexible Arbeitsteilung sichert das Überleben der schwächsten Küken, wie eine neue Schweizer Studie mit GPS-Sendern zeigt.
Ein Forschungsteam der Universität Lausanne und der Vogelwarte Sempach untersuchte die Brutpflege von Schleiereulen in der Westschweiz. Mittels GPS- und Beschleunigungssensoren wurden 68 Brutpaare während der Aufzucht ihrer Jungen ununterbrochen beobachtet. Die Auswertung zeigt, dass die elterliche Zusammenarbeit sehr flexibel ist, wie die Schweizerische Vogelwarte Sempach am Mittwoch mitteilte.
Die Weibchen steuerten im Schnitt 27 Prozent der Beute bei
Grundsätzlich sind die Männchen die Hauptversorger der Familie, wie die in der Fachzeitschrift «iScience» veröffentlichte Studie zeigt. Die Weibchen steuerten im Schnitt 27 Prozent der Beute bei. Ihr Anteil an der Futterbeschaffung stieg jedoch an, wenn die Leistung des Männchens nachliess, etwa durch weniger Jagdversuche oder eine geringere Erfolgsquote. Auch wenn das Männchen mehr Beute für sich selbst frass, erhöhte das Weibchen seinen Jagdeinsatz. In Gebieten mit guten Jagdbedingungen war der Beitrag der Weibchen geringer.
Paare, bei denen die Versorgung der Jungen gleichmässiger aufgeteilt war, trafen sich häufiger am Nest und koordinierten ihre Jagdzeiten. Bei diesen Paaren jagten die Weibchen die ganze Nacht hindurch, ähnlich wie die Männchen. War die Arbeitsteilung hingegen unausgeglichen, stellten die Weibchen ihre Jagdaktivitäten früher in der Nacht ein.
Arbeitsteilung erhöht Überlebenschance
Diese flexible Arbeitsteilung wirkt sich direkt auf den Nachwuchs aus. Wo die Zusammenarbeit der Schleiereulen-Eltern besonders gut funktioniert, haben Jungtiere bessere Überlebenschancen bis zum Flüggewerden
Besonders profitierten laut der Untersuchung die spät geschlüpften und somit kleinsten Nestlinge. Deren Gewicht und Flügelwachstum wurden durch den erhöhten Einsatz der Mutter deutlich gefördert.
In der Schweiz bewohnt die Schleiereule laut der Vogelwarte das Mittelland nördlich der Alpen, wo zwischen 200 und 1000 Paaren brüten. Die Vogelart gilt als potenziell gefährdet.
Schüsse an Schule in Kanada: Mehrere Tote, viele Verletzte
Tumbler Ridge, 11.02.2026:
Schüsse an weiterführender Schule
Eine Person hat in Kanada zehn Menschen
getötet und etwa zwei Dutzend weitere verletzt
Polizei in Provinz British Columbia:
Unter den Toten sei auch eine Frau, die nach ersten
Erkenntnissen als Tatverdächtige gelte
Wahrscheinlich zwei Tatorte
Zunächst werden sieben Leichen in der Schule,
an einem zweiten Ort zwei weitere Tote gefunden
Polizei ermittelt auf Hochtouren
Über den Hintergrund der Tat und das mögliche
Motiv des Schützen ist zunächst nichts bekannt
Laut dem TV-Sender CBC kennt die Polizei die
Identität der mutmasslichen Täterin inzwischen
12.02.2026
Epstein-Skandal: Kronprinzessin bittet um Verzeihung
Oslo, 06.02.2026: Mette-Marit entschuldigt sich: Im Skandal um die Freundschaft von der Kronprinzessin mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wartet ganz Norwegen seit Tagen auf eine Reaktion der Königsfamilie.
Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
«Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitiert das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.»
Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.
In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
09.02.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
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