Tausende ohne Strom

Wintersturm legt den Osten der USA lahm

SDA

17.1.2022 - 16:45

USA: Winter- und Wirbelstürme

USA: Winter- und Wirbelstürme

Ein heftiger Wintereinbruch im Südosten der USA hat für Schnee und Eis mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen gesorgt. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes seien am Wochenende etwa 74 Millionen Menschen von einer Winterwarnung betroffen gewesen.

17.01.2022

Ein Wintersturm hat der Infrastruktur im Osten der USA zugesetzt. Die Behörden fordern die Menschen auf, nach Möglichkeit zuhause zu bleiben. Der Schneefall werde noch andauern.

SDA

17.1.2022 - 16:45

Ein Schneesturm hat am Montag den Nordosten der Vereinigten Staaten erreicht. In Buffalo im US-Staat New York fielen bis zum Morgen bereits 40 Zentimeter Schnee und es schneite immer noch weiter. Mehr als 80'000 Haushalte in der Region waren ohne Strom. In Teilen der Neuengland-Staaten, in New York, Ohio und Pennsylvania wurden bis Dienstag 30 Zentimeter Schnee erwartet. Hinzu kamen heftige Windböen und Gewitter.

In vielen betroffenen Städten und Gemeinden wurde den Menschen geraten, ihre Häuser nach Möglichkeit nicht zu verlassen. Die Metropolen New York City und Boston blieben von den stärksten Schneefällen verschont, die sich auf höher gelegene Gebiete im Westen von Massachusetts, im Osten von Pennsylvania und in Teilen von Neuengland konzentrierten. Für New York City galt allerdings eine Gewitterwarnung und die Windböen machten das Autofahren gefährlich.

«Wir hatten ein sehr starkes Tiefdruckgebiet, das sich die Küste hinauf bewegte, mit ziemlich starken Schneefällen von Tennessee, North Carolina bis in den Nordosten», sagte der Meteorologe Marc Chenard in der Zentrale des Wetterdienstes in College Park in Maryland. Der meiste Schnee sei in den Bergen von North Carolina gefallen, wo er sich mehr als einen Meter hoch türme.

This image provided by Virginia State Police shows the scene of a multi-vehicle crash on Interstate 81 in Roanoke County, Sunday, Jan. 16, 2022. (Virginia State Police via AP)
Mehrere Fahrzeuge sind am 16. Januar 2022 im Schneesturm auf der Interstate 81 in Roanoke County verunfallt. 
Bild: Keystone

In New Hampshire, wo in Teilen des Staates bis zu einem Meter Schnee erwartet wurde, schlossen die Behörden fünf Corona-Testzentren sowie eine Impfklinik. In weiten Teilen von Massachusetts, Connecticut und Rhode Island fiel Schneeregen oder Regen.

Der Südosten wurde schon am Sonntag getroffen

Das Wettersystem brachte bereits am Sonntag ähnliche Bedingungen in den Südosten der USA, am Am Dienstag werde das Sturmgebiet dann weiter Richtung Kanadas Südosten ziehen, teilte die US-Wetterbehörde National Weather Service mit. Betroffen seien insgesamt mehr als 50 Millionen Einwohner, schrieb der US-Sender CNN.

Zwei Menschen kamen am Sonntag mit ihrem Auto in dem Winterwetter in North Carolina von der Strasse ab und verunglückten tödlich, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei CNN und anderen Medien bestätigte. Sogar im Sonnenstaat Florida machte sich das Unwettergebiet in Form von Schneegestöber und Tornados bemerkbar. Mindestens 28 Häuser seien im Südwesten Floridas zerstört worden, zitierte CNN örtliche Behörden. Bundesstaaten wie Georgia riefen Medienberichten zufolge den Notstand aus.

Am Sonntag 3000 Flüge gestrichen

Rund 3000 Flüge wurden bereits am Sonntag gestrichen, auch am Montag sollten Hunderte ausfallen, wie das Portal FlightAware.com meldete.

Am frühen Montagmorgen waren mehr als 130'000 Haushalte im Südosten des Landes ohne Strom, allen voran in North Carolina und South Carolina, Virginia sowie Georgia, wie Medien unter Berufung auf das Portal PowerOutage berichteten.

Für Montag erwartete ein CNN-Meteorologe 20 bis 30 Zentimeter Schnee in Städten wie Pittsburgh und Buffalo im Staat New York. Foto: Allison Lee Isley/The Winston-Salem Journal/dpa
Keystone

AP/dpa/uri

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