Nach Unfall mit sechs Toten in Schweden: Heimatgemeinde unter Schock

SDA/tsha

13.1.2019 - 16:01

Der Unfall ereignete sich im nordschwedischen Kiruna.
Bild: Google Maps

Fünf der sechs Schweizer, die in Nordschweden bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind, kommen aus der Berner Oberländer Gemeinde Adelboden. Die verletzte Person stammt ebenfalls aus dem Dorf.

Bei einem Verkehrsunfall in Schweden sind sechs Schweizer getötet worden, fünf von ihnen stammen aus der Gemeinde Adelboden. Ein siebter Schweizer wurde schwer verletzt, auch er kommt aus demselben Ort. Der Gemeinderat Adelboden sprach den Angehörigen der Opfer und des Verletzten am Sonntagnachmittag in einer Mitteilung sein «tief empfundenes Beileid und Mitgefühl» aus. Für das ganze Dorf sei die traurige Nachricht ein grosser Schock. Die Gemeindebehörde bot den Familien zudem ihre Hilfe an.

Die Organisatoren der Weltcuprennen in Adelboden gaben auf ihrer Internetseite bekannt, sie seien von offizieller Seite über den Unfall in Schweden ins Bild gesetzt worden. «Wir sind tief betroffen und unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen. Wir drücken allen unsere tiefste Verbundenheit aus», schreiben sie.

Die Todesopfer seien alle in den 1990er Jahren geboren, sagte eine Sprecherin der schwedischen Polizei am Sonntag der Nachrichtenagentur DPA. Erste Informationen deuteten darauf hin, dass die Schweizer auf dem Rückweg von einem Skiurlaub in Schweden gewesen seien.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der schwedischen Polizei am Samstag auf einer Landstrasse in Nordschweden, in der Nähe der Stadt Kiruna. Der Kleinbus mit den jungen Schweizer Männern an Bord prallte frontal mit einem Lastwagen zusammen. «Die beiden Überlebenden stehen unter schwerem Schock», zitiert «20 Minuten» Polizeisprecherin Maria Jakobsson. «Die Strasse war glatt, es war dunkel, und der Wind blies in Orkanstärke.»

Der Lastwagen-Fahrer stehe unter Schock, sei aber nicht verletzt, teilte sein Arbeitgeber, das Bergbauunternehmen Kaunis Iron, am Samstag mit. Kiruna liegt oberhalb des nördlichen Polarkreises. In den dortigen Minen wird Eisenerz von hoher Qualität gewonnen.

Unfallursache noch unbekannt

Die Ursache war zunächst nicht bekannt. Anwohner berichteten, am Unfallort gebe es eine sehr enge Kurve. «Ich wusste sofort, dass es in dieser Kurve sein muss. Es ist eine echte Todeskurve», so ein Anwohner im schwedischen Fernsehen. Die Lokalzeitung «NSD» berichtete, alle sechs Todesopfer hätten in einem Kleinbus gesessen. Ein weiterer Insasse des Fahrzeuges sei per Helikopter in ein Spital geflogen worden.

Das Regionale Konsularcenter der Schweiz in Stockholm sei in Kontakt mit den Behörden vor Ort und habe eine Mitarbeiterin in die Unfallregion geschickt, um den Familien der Opfer zur Seite zu stehen, schrieb das EDA.

Das Krisenmanagement-Zentrum und die Konsularische Direktion des EDA sowie die Bundespolizei fedpol würden das ihnen Mögliche tun, um die Angehörigen der Todesopfer und der verletzten Person zu unterstützen, hiess es in der Mitteilung weiter. Aussenminister Ignazio Cassis sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

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