Demokratische Republik KongoSchwerster Cholera-Ausbruch seit 25 Jahren im Kongo
SDA
8.12.2025 - 17:18
ARCHIV - Eine Mutter mit ihrem Kind sitzt vor ihrem Zelt in einem Flüchtlingslager im Kongo. Foto: Moses Sawasawa/AP/dpa/Symbolbild
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Der schwerste Cholera-Ausbruch seit einem Vierteljahrhundert hat in der Demokratischen Republik Kongo seit Jahresbeginn mehr als 64.000 Menschen infiziert. Mindestens 1.888 Menschen seien gestorben, darunter 340 Kinder, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Die Infektionskrankheit, die zu schweren Durchfällen und lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen kann, ist eigentlich behandelbar.
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08.12.2025, 17:18
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In 17 der 26 Provinzen des Landes trete die Krankheit auf, darunter auch in der Hauptstadt Kinshasa, hiess es weiter. Besonders erschütternd sei ein Ausbruch in einem Kinderheim in Kinshasa gewesen, wo innerhalb weniger Tage 16 von 62 Kindern gestorben seien. Kinder machen den Angaben zufolge knapp ein Viertel der Cholera-Patienten in dem riesigen zentralafrikanischen Land aus, in einzelnen Provinzen liegt der Anteil deutlich höher.
Weniger als jeder Sechste hat Zugang zu Toiletten oder Latrinen
Die Erkrankung wird vor allem durch mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen begünstigt. Nach Angaben einer aktuellen Studie haben nur 43 Prozent der rund 110 Millionen Einwohner der DR Kongo Zugang zu mindestens grundlegender Wasserversorgung. Lediglich 15 Prozent verfügen über sanitäre Anlagen. Dies sei der niedrigste Wert in Afrika.
Zusätzlich verschärfen Konflikte, Vertreibungen, Überschwemmungen sowie unkontrollierte Verstädterung die Lage. In Regionen mit wenig früherer Cholera-Erfahrung, etwa in Kinshasa, führten geringe Krankheitskenntnisse und späte Behandlungen zu besonders hohen Sterblichkeitsraten.
Auch weltweit nimmt die Zahl der Cholera-Fälle weiter zu. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden in diesem Jahr bis Ende Oktober mehr als 560.000 Fälle und mehr als 7000 Tote durch Cholera gemeldet. Für das gesamte Jahr 2024 hatten die WHO-Länder mehr als 6.000 Tote durch Cholera gemeldet, doppelt so viele wie im Jahr davor.
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
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