30-Millionen-Coup in DeutschlandPolizei will über 3000 Schliessfach-Kunden vernehmen
dpa
17.1.2026 - 16:23
Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale mit Polizeibeamten.
Christoph Reichwein/dpa (Archivbild)
Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen will die Polizei mehr als 3000 Sparkassen-Kunden befragen. Das wird Wochen dauern. Es wurden extra Büros angemietet.
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DPA, Redaktion blue News
17.01.2026, 16:23
17.01.2026, 16:32
dpa
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Nach dem spektakulären Millionen-Raub einer Sparkasse im deutschen Gelsenkirchen wird die Polizei über 3000 Schliessfach-Besitzer vernehmen.
Für die wohl wochenlangen Befragungen wurden eigens Büros angemietet.
Die Einbrecher hatten Ende Dezember mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt.
Dort räumten sie mehr als 3000 Kundenschliessfächer aus.
Die Polizei will ab Montag alle Opfer des Millionen-Coups von Gelsenkirchen vernehmen. Da insgesamt mehr als 3000 Schliessfächer bei dem Einbruch geknackt wurden, geht man von wochenlangen Verhören aus. Die Polizei hat nach eigenen Angaben dafür extra Büroräume angemietet.
«Die sehr umfangreiche und nun beginnende Geschädigten-Vernehmung bedurfte einer umfangreichen logistischen Planung, die nun in die Umsetzung geht», hiess es von der Polizei Gelsenkirchen. Die Behörde hat eine Telefonnummer geschaltet, über die alle Opfer unter Angabe der Schliessfachnummer einen Termin für die Vernehmung ausmachen sollen.
Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt. Dort räumten sie mehr als 3000 Kundenschliessfächer aus. Wie den Einbrechern dies gelang, ohne den Einbruchalarm der Bank auszulösen, gilt als zentrale Frage bei den Ermittlungen.
«Jede und jeder Geschädigte wird die Chance erhalten, bei der Polizei Angaben zum Inhalt seines Schliessfachs machen zu können. Diese Informationen fliessen direkt in die Ermittlungen ein und können neue Ansätze zur Tatermittlung liefern», betonte ein Polizeisprecher.
Opfer sollen mit Termin kommen – und Unterlagen mitbringen
Die Ermittler appellieren an die Opfer «bei allem Verständnis für diese aussergewöhnliche Situation», dass sie nur mit Termin zur Vernehmung erscheinen sollen.
«Die Anzahl der zu vernehmenden Kundinnen und Kunden ist hoch. Kommen Sie als Geschädigte oder Geschädigter bitte möglichst allein, sofern dies möglich ist.» Und: «Sollten Sie Unterlagen, Dokumente oder Beweise zu den Gegenständen aus Ihrem Schliessfach besitzen, bringen Sie diese bitte mit.»