Prozess Spitalpersonal steht wegen möglichen Tötungsdelikts vor Gericht

SDA

13.11.2025 - 09:23

Am Kriminalgericht Luzern verteidigen sich am Donnerstag zwei Ärzte und eine Ärzte am zweiten Tag der Verhandlung eines Tötungsdelikts. (Archivbild des Gerichtssaals)
Am Kriminalgericht Luzern verteidigen sich am Donnerstag zwei Ärzte und eine Ärzte am zweiten Tag der Verhandlung eines Tötungsdelikts. (Archivbild des Gerichtssaals)
Keystone

Am Kriminalgericht Luzern geht die Verhandlung gegen zwei Ärzte und eine Ärztin wegen eines Tötungsdelikts und Körperverletzung in den zweiten Tag. Sie begann am Donnerstagmorgen mit einem Plädoyer der Verteidigung.

Keystone-SDA

Im November 2021 endete die Operation eines Leistenbruchs eines zwei Monate alten Babys am Kinderspital Luzern tödlich und führte nun ans Gericht.

Der Verteidiger eines Beschuldigten sagte am Donnerstagmorgen, ein Strafprozess hätte vermieden werden können. Die Beschuldigten hätten versucht, ausserhalb des Gerichts mit den betroffenen Eltern Klarheit über den Tod ihres Kindes zu schaffen. Er plädierte auf Freispruch.

Die Staatsanwältin und die Privatklägerschaft sehen einen Fehlentscheid des Spitalpersonals als Ursache für den Tod des Babys. Ein anderer Verteidiger sprach am Mittwoch, dem ersten Verhandlungstag, von «schicksalhaften Komplikationen».

Die drei Beschuldigten verantworten sich wegen eventualvorsätzlicher Tötung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung.