Spanien

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Ex-König ein

dpa/tgab

2.3.2022 - 19:45

epa04265136 Spanish King Juan Carlos (L) signs the constitutional law that allows his abdication, as Queen Sofia (R) looks on during a ceremony at the Royal Palace in Madrid, Spain, 18 June 2014. Crown Prince Felipe will be proclaimed new Spanish King on 19 June at the Lower House. EPA/ALBERTO MARTIN / POOL NO SALES
König Juan Carlos (L) hatte 2014 zu Gunsten seines Sohnes Felipe abgedankt. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA/ALBERTO MARTIN

Die spanische Justiz hat zwei Untersuchungen gegen den früheren König Juan Carlos zu finanziellem Fehlverhaltens eingestellt. Eine mögliche Rückkehr aus den Vereinigten Arabischen Emiraten des Ex-Königs nach Spanien sorgt für Diskussionen.

dpa/tgab

2.3.2022 - 19:45

Zwei Justiz-Untersuchungen gegen den früheren spanischen König Juan Carlos wegen finanziellem Fehlverhalten wurden eingestellt. Es seien keine Beweise gefunden worden, die für ein Strafverfahren hätten verwendet werden können, teilte die spanische Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Grund dafür sei unter anderem die Immunität, die Juan Carlos bis zu seiner Abdankung 2014 genossen habe.

Die Ermittlungen befassten sich mit Geschäften des 84-jährigen früheren Königs. Wegen der Untersuchungen war er Mitte 2020 in die Vereinigten Arabischen Emirate gezogen. Durch die spanischen Untersuchungen hätten 5,1 Millionen Euro an Bussgeld und Steuern auf Einnahmen gewonnen werden können, die Juan Carlos den Steuerbehörden nicht gemeldet habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der frühere König ist Medienberichten zufolge daran interessiert, nach Spanien zurückzukehren. Dass er das tun könnte, sorgt aber für eine Kontroverse. Einige finden, dass die Verdienste von Juan Carlos beim Ende der Diktatur in Spanien höher gestellt werden sollten als seine Sünden. Andere hingegen haben sich dafür ausgesprochen, dass Mitglieder des Königshauses verstärkt zur Rechenschaft gezogen werden. Sie schliessen auch eine Debatte über die Zukunft der spanischen Monarchie nicht aus.

dpa/tgab