Starker Frost: Madrid erholt sich nur langsam vom Schneechaos

SDA

11.1.2021 - 12:35

Spanien hat das schlimmste Winterchaos seit 50 Jahren erlebt: Sturmtief «Filomena» forderte vier Menschenleben und legte vor allem Madrid mit historisch heftigem Schneefall lahm. Foto: Aingeru Harri/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa
Keystone

Spaniens Hauptstadt Madrid kehrt nach dem «Jahrhundert-Schnee» und bei klirrender Kälte nur langsam zur Normalität zurück. Auch am Montag war selbst auf Hauptstrassen wie etwa der Atochastrasse im Stadtzentrum meist nur eine Fahrspur geräumt, während Gehwege gefährlichen Eispisten glichen.

Die wenigen Menschen, die ihr Haus etwa für Einkäufe verliessen, gingen auf den Fahrbahnen, auf denen ohnehin kaum Autos unterwegs waren. Stadtbusse verkehrten weiterhin nicht und viele Menschen konnten nicht zur Arbeit kommen.

Das Sturmtief «Filomena» hatte die Millionenmetropole am Freitag und Samstag mit den heftigsten Schneefällen seit Jahrzehnten komplett lahm gelegt. Auch in anderen Regionen Zentral- und Ostspaniens schneite es heftig. Landesweit starben mindestens vier Menschen.

Auch die Schulen, die in Madrid nach den Weihnachtsferien eigentlich am Montag wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen wollten, sollten bis mindestens Mittwoch geschlossen bleiben. Da auch Lastwagen vielerorts nicht durchkamen, wurde mit Versorgungsengpässen gerechnet.

Relativ strenge Winter sind in Madrid eigentlich nicht ungewöhnlich. Die Stadt liegt rund 650 Meter über dem Meeresspiegel und mehr als 300 Kilometer vom Meer entfernt, hat also ein eher kontinentales Klima. Aber auf solche Schneemassen wie am Wochenende und für die angekündigte Kältewelle mit bis zu zehn Grad unter Null sind weder die Behörden noch die Menschen in ihren oft unzureichend isolierten Wohnung vorbereitet.

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