VersicherungenSwiss-Re-Chef sieht nach Tötung in den USA «Vertrauensdefizit»
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15.12.2024 - 12:03
"Egal, welche Perspektive man anwendet, diese Situation in den USA ist tragisch": Swiss-Re-CEO Andreas Berger zur Ermordung des Unitedhealthcare-Chefs Brian Thompson. (Archivbild)
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Die Ermordung eines US-Krankenkassenchefs und Sympathien für die Tat sind nach Ansicht von Swiss-Re-Chef Andreas Berger Zeichen für Probleme mancher Versicherer. Für die Kundenzufriedenheit habe die Schadenbearbeitung den grössten Hebel, sagte er der «NZZ am Sonntag».
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15.12.2024, 12:03
SDA
«Egal, welche Perspektive man anwendet, diese Situation in den USA ist tragisch. Die zynischen Reaktionen zeigen, dass es ein Vertrauensdefizit gibt», sagte der deutsche Manager, der seit April CEO bei Swiss Re ist.
Die Ermordung des Chefs des US-Krankenversicherungskonzerns Unitedhealthcare, Brian Thompson, auf offener Strasse in New York am 4. Dezember hat in den USA unter anderem eine Debatte über das Geschäft von Versicherungen ausgelöst. Zahlreiche Menschen äusserten in sozialen Medien Sympathien für die Tat. Es gibt Hinweise darauf, dass der festgenommene Tatverdächtige Luigi Mangione aus Wut über das Verhalten der Krankenversicherer in den USA gehandelt haben könnte.
Das Thema müsse man in der Branche ernst nehmen, forderte Berger. «Der Zweck von Versicherungen ist es, Menschen in dem Moment zu helfen, in dem es notwendig ist.» Wenn die Schadenbearbeitung zügig laufe und den Menschen schnell wieder auf die Beine helfe, «dann wird es keine negativen Kundenbewertungen geben». Es müsse klar sein, was in einem Schadenfall zu erwarten sei.
«Wenn ich erkennen würde, dass ein Versicherungsunternehmen mit seinen Produkten nicht vertrauenswürdig agiert und die versprochenen Dienstleistungen nicht liefert, dann hätte ich Bedenken», sagte Berger. Als Rückversicherer versichere Swiss Re Portfolios und sehe deshalb oft nicht, was in den Einzelfällen und in den Prozessen passiere.
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Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
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