Zaghaftes KlopfenThailänderin erwacht kurz vor Einäscherung in Sarg
dpa
25.11.2025 - 06:24
Totgeglaubte in Thailand lebend im Sarg entdeckt - Gallery
Die Frau wurde am vergangenen Sonntag ins Spital gebracht – offenbar litt sie unter einem niedrigen Blutzuckerspiegel.
Bild: Keystone/Wat Rat Prakhong Tham via AP
Im überwiegend buddhistischen Thailand finden die Einäscherungen meist in Tempeln statt.
Bild: Keystone
Totgeglaubte in Thailand lebend im Sarg entdeckt - Gallery
Die Frau wurde am vergangenen Sonntag ins Spital gebracht – offenbar litt sie unter einem niedrigen Blutzuckerspiegel.
Bild: Keystone/Wat Rat Prakhong Tham via AP
Im überwiegend buddhistischen Thailand finden die Einäscherungen meist in Tempeln statt.
Bild: Keystone
Totgeglaubte leben länger: Nachdem seine Schwester scheinbar aufhört zu atmen, fährt ein Mann den vermeintlichen Leichnam Hunderte Kilometer weit in ein Spital, um ihre Organe zu spenden. Als er dort abgewiesen wird, geht es zur Einäscherung in einen Tempel. Plötzlich ist ein leises Klopfen aus dem Sarg zu hören.
DPA
25.11.2025, 06:24
dpa
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Eine für tot erklärte 65-Jährige ist in Thailand lebend in ihrem Sarg entdeckt worden – nur wenige Augenblicke vor der geplanten Einäscherung.
Die Angehörigen der Frau hatten den Sarg zum Tempel Wat Rat Prakongtham in Nonthaburi nahe Bangkok gebracht, wo die Feuerbestattung stattfinden sollte.
Der Tempel übertrug den beinahe tragischen Vorfall per Livestream.
Kurz vor ihrer geplanten Einäscherung hat eine Thailänderin mit ihrem Erwachen in einem Sarg in einem Tempel für Aufregung gesorgt. Der buddhistische Tempel Wat Rat Prakhong Tham in der Provinz Nonthaburi am Rande der Hauptstadt Bangkok veröffentlichte ein Video bei Facebook, das die Frau in einem weissen Sarg auf der Ladefläche eines Geländewagens zeigt. Darin bewegt sie zur Verblüffung der Anwesenden leicht ihre Arme und ihren Kopf.
Pairat Soodthoop, für die Verwaltung und die Finanzen des Tempels zuständig, sagte der Nachrichtenagentur AP am Montag, der Bruder der 65-Jährigen habe sie aus der Provinz Phitsanulok zur Einäscherung in den Tempel gefahren. Plötzlich sei aus dem Sarg ein zaghaftes Klopfen zu hören gewesen. Der Tempel übertrug den beinahe tragischen Vorfall per Livestream.
«Ich war etwas überrascht und bat darum, den Sarg zu öffnen. Alle waren verblüfft», sagte Pairat. «Ich sah, wie sie die Augen leicht öffnete und gegen die Seite des Sarges klopfte. Sie muss schon eine ganze Weile geklopft haben.»
Der buddhistische Tempel Wat Rat Prakhong Tham in der Provinz Nonthaburi am Rande der Hauptstadt Bangkok.
Bild:IMAGO/Pond5 Images
Bruder fährt Frau 500 Kilometer ins Spital
Laut Pairat sagte der Bruder der Frau, seine Schwester sei seit etwa zwei Jahren bettlägerig gewesen. Vor zwei Tagen habe sich ihr Zustand verschlechtert und sie habe scheinbar aufgehört, zu atmen. Der Bruder habe sie daraufhin in einen Sarg gelegt und sei mit der vermeintlich Toten etwa 500 Kilometer zu einem Spital in Bangkok gefahren, dem die Schwester nach Angaben des Bruders ihre Organe spenden wollte. Das Spital habe sich jedoch geweigert, das Angebot anzunehmen, weil der Bruder keine Sterbeurkunde habe vorweisen können.
Daraufhin wandte sich der Bruder an den Tempel, der kostenlose Einäscherungen anbietet. Wegen des fehlenden Dokuments wurde er auch dort zurückgewiesen. In dem Moment, in dem er dem Bruder erläutert habe, wie er eine Sterbeurkunde beschaffen kann, hätten sie das Klopfen gehört, sagte Pairat. Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass die Frau lebt, sei sie in ein Spital gebracht worden. Der Abt des Tempels sicherte nach Angaben Pairats zu, dass der Tempel die medizinischen Kosten übernimmt.