SriThailand holt misshandelten Elefanten heim: Happy End für Sak Surin?
SDA
2.7.2023 - 14:28
HANDOUT - Elefantentreiber üben mit dem Elefant Muthu Raja vor dem Transport das In-die-Box-steigen im Dehiwala Zoo in Colombo. Jahrelang musste der Elefant, der in Thailand Sak Surin genannt wird, in Sri Lanka Schwerstarbeit leisten. Die Folge waren Abszesse und ein steifes linkes Vorderbein. Dabei ist der Dickhäuter eigentlich ein Geschenk Thailands. Die Regierung holt ihn nun zur Behandlung heim. (zu dpa-Korr "Thailand holt misshandelten Elefanten heim: Happy End für Sak Surin?") Foto: Uphul/Zoo Dehiwala/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Elefanten gelten in vielen Teilen Asiens als heilig und werden von Buddhisten religiös verehrt. Auch haben sie politische Bedeutung: Staaten in der Region schenken sich gegenseitig Dickhäuter als «Goodwill Ambassador» – eine diplomatische Geste, um die guten bilateralen Beziehungen zu betonen. Von der beschenkten Nation wird aber erwartet, dass sie die symbolträchtigen Tiere gut behandelt. Als Tierschützer in Sri Lanka vor drei Jahren den aus Thailand stammenden Sak Surin auf einem Tempel-Gelände entdeckten, war das Tier aber in katastrophaler Verfassung. Nach langem Tauziehen hat die Regierung den Giganten jetzt heimgeholt – vorerst zumindest.
Keystone-SDA
02.07.2023, 14:28
SDA
Einen Vier-Tonnen-Koloss in ein anderes Land zu befördern, zumal wenn er verletzt ist, ist eine Herkulesaufgabe. Dem Charterflug nach Chiang Mai in Nordthailand, der am Sonntagmorgen (Ortszeit) in Sri Lankas Hauptstadt Colombo startete, waren monatelange Vorbereitungen vorausgegangen. Zunächst wurde Sak Surin im November in den Dehiwala Zoo gebracht, zur Behandlung und Vorbereitung auf die komplizierte Reise. Ein Team von Veterinären und Mahouts kam aus Thailand, um bei der Erstversorgung zu helfen. In dem Zoo erlebte das gebeutelte Tier auch erstmals, was es heisst, ausgelassen in Wasser zu planschen.
Dann musste Sak Surin lernen, in eine eigens für ihn angefertigte, sieben Meter lange Transportbox zu steigen und dort über mehrere Stunden ruhig zu bleiben. Das klappte am Sonntag reibungslos, wie auf einem live im Internet übertragenen Video zu sehen war. Dutzende Journalisten und Zoomitarbeiter verfolgten mitten in der Nacht, wie der Bulle mit einem Elefantentreiber auf dem Rücken ein letztes Mal langsam durch den Zoo lief und dann fügsam in die graue Box einstieg. Dabei herrschte fast ehrfürchtige Stille.
Die dreistündige Fahrt zum Airport Colombo fand unter Polizeischutz statt, wie Flughafenmitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur sagten. Mit Hilfe von Seilen und einem Kran wurde die Stahlbox schliesslich in die Höhe gehievt und in die Maschine geschoben. Gegen 07.30 Uhr hob der Flieger ab. «Du fliegst nicht nur für Deine Freiheit, Du fliegst für die Freiheit aller in Gefangenschaft gehaltenen Elefanten in Sri Lanka», jubelten Tierschützer in sozialen Netzwerken.
Die Regierung in Bangkok hatte für die Rückführung ein Sonderbudget von fast 20 Millionen Thai Baht (500 000 Euro) bereit gestellt. Gibt es nun nach langem Leiden ein Happy End für den Dickhäuter?
Sak Surin, das bedeutet «zu Ehren der Provinz Surin». Dort, im Osten von Thailand, wurde der Elefant vor 29 Jahren geboren. In Sri Lanka wird er hingegen Muthu Raja (Perle des Königs) genannt. 2001 kam er als Geschenk ins frühere Ceylon – ein prachtvolles Exemplar mit heute fast 50 Zentimeter langen Stosszähnen. Schliesslich endete er im Kande Vihara Tempel im Küstenort Aluthgama, wo er bei Prozessionen Schwerstarbeit leisten und zudem Holz und Touristen schleppen musste.
Den Stein zu seiner Rettung brachte die örtliche Organisation Rally for Animal Rights and Environment (RARE) ins Rollen. Die Beschreibung der Qualen des Tieres ist erschreckend. RARE macht den obersten Mönch des Tempels und den zuständigen Mahout (Elefantenführer) für Sak Surins desaströsen Zustand verantwortlich. Die Männer hätten Schande über das Land gebracht und müssten für das, was sie diesem fühlenden Wesen angetan hätten, vor Gericht gestellt werden, hiess es.
So sei das linke Vorderbein durch Schläge des Mahouts dauerhaft versteift, berichtet die Organisation auf ihrer Webseite. «Er litt unter mehreren Abszessen und Wunden an seinem Körper und trug Narben von jahrelangen Einstichen mit dem Bullenhaken davon. Dennoch musste er Stachelketten tragen, um bei Tempelprozessionen ohne Ruhepausen oder Behandlung zu arbeiten.»
Sie habe die Verletzungen mit eigenen Augen gesehen, sagte RARE-Chefin Panchali Panapitiya der Deutschen Presse-Agentur. «Er wurde brutal behandelt.» Deshalb habe ihre Organisation schon 2020 die Wildtierbehörde von Sri Lanka informiert. Diese habe aber nicht reagiert. Das sei nicht ihr Zuständigkeitsgebiet, hiess es später.
Also wandten sich die Tierschützer an die thailändischen Behörden. In kaum einem anderen Land werden die majestätischen Rüsseltiere so verehrt wie hier – wegen ihrer Stärke, Loyalität und Intelligenz, aber auch als Glücksbringer. In den meisten Tempeln, aber auch vor Schreinen und Hausaltären stehen Elefantenfiguren in allen Grössen und Farben. Die grauen Riesen sind das Nationalsymbol des Königreichs.
Dennoch werden domestizierte Elefanten auch in Thailand für Touristentouren missbraucht und oft hart gedrillt. Allerdings gibt es nach viel Kritik immer mehr «Elephant Sanctuaries» für ehemalige Arbeitselefanten, die ein ethisches und nachhaltiges Tourismusmodell verfolgen. Auch Sak Surin soll in eine solche Rettungsstation gebracht werden: das Thai Elephant Conservation Center in Lampang.
Und dann? Soll der geschenkte Elefant wieder nach Sri Lanka? Darüber herrscht Unklarheit. «Der Vorfall beeinträchtigt die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern», erklärte ein sri-lankischer Oppositionspolitiker. Premierminister Dinesh Gunawardena betonte, seine Regierung habe sich bei Thailand offiziell entschuldigt. Der Elefant werde später wieder nach Sri Lanka gebracht.
Auch wer die Kosten für einen solchen Rücktransport übernehmen würde, weiss derzeit niemand. Sri Lanka hat extreme Geldsorgen und rutschte 2022 in die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten.
Wenn ein Geschenk von einem Land zurückgenommen werde, dann wirke sich das immer negativ auf das Verhältnis zwischen beiden Staaten aus, sagt der sri-lankische Jurist Jagath Gunawardana. Aus diesem Grund habe Sri Lanka auch den Elefanten Kaavan, den die Regierung einst Pakistan geschenkt hatte, nicht mehr zurückhaben wollen – obwohl dieser in seinem neuen Zuhause ebenfalls sehr leiden musste.
Kaavan, der als «einsamster Elefant der Welt» bekannt wurde, lag jahrelang in einem kleinen Gehege im Marghazar-Zoo in Islamabad in Ketten. Ende 2020 wurde er schliesslich von Pakistan nach Kambodscha geflogen. Unter anderem hatte Pop-Ikone Cher mit einer Kampagne für die Freiheit des Elefanten gekämpft.
Derzeit lebten noch etwa zehn von Thailand verschenkte Elefanten in anderen Staaten, zitierten Medien Umweltminister Varawut Silpa-archa. Zwei davon sind noch in Sri Lanka, sie sollen in guter Verfassung sein. Nach Protesten von Tierschützern habe Thailand aber derartige Schenkungen vor drei Jahren eingestellt, betonte der Minister.
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Tumbler Ridge, 11.02.2026:
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Zunächst werden sieben Leichen in der Schule,
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12.02.2026
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Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
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Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.
In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
09.02.2026
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Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
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Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
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