BundesgerichtDschihad-Sympathisant bleibt weitere vier Jahre in Psychiatrie
SDA, amo
6.2.2023 - 12:25
Das Schweizer Bundesgericht in Lausanne.
imago/imagebroker (Symbolbild)
Die Walliser Justiz hat eine stationäre therapeutische Massnahme für einen Dschihad-Sympathisanten zu Recht um vier Jahre verlängert. Das hat das Bundesgericht entschieden. Es weist eine entsprechende Beschwerde des Mannes ab.
Keystone-SDA, SDA, amo
06.02.2023, 12:25
SDA, amo
Das Bundesgericht stützt ein Urteil der Walliser Justiz. Diese habe die stationäre therapeutische Massnahme für einen mutmasslichen Dschihad-Sympathisanten zu Recht um vier Jahre verlängert. Der Mann war wegen Tätlichkeiten, Erpressung, Drohung, Nötigung sowie Verstössen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz schuldig gesprochen worden.
Nach Ablauf der therapeutischen Massnahme wurde ein neues psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Gestützt darauf verlängerte das zuständige Zwangsmassnahmengericht die Behandlung um vier Jahre.
Hohes Rückfallrisiko bei Betroffenem
Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Betroffenen gegen diesen Entscheid in einem am Montag veröffentlichten Urteil abgewiesen. Es hält fest, dass die Entscheidung in Anbetracht der Schlussfolgerungen der Experten verhältnismässig ist.
Die Gutachter sind der Ansicht, dass das Rückfallrisiko nach wie vor hoch sei und die Schutzfaktoren, die diese Gefahr verringern könnten, gering seien. Die therapeutische Massnahme sei auch nicht von vornherein aussichtslos.
Persönlichkeitsstörung löst Gleichgültigkeit aus
In ihrem Entscheid wies die Walliser Justiz auf beunruhigende Elemente hin: Der Beschwerdeführer hatte sich Enthauptungsvideos angesehen und ein Foto von sich – als dschihadistischer Kämpfer verkleidet und mit einer Kalaschnikow – ins Internet gestellt. Ausserdem hatte er telefonischen Kontakt mit im Irak lebenden «Militärs».
Die Psychiater hatten beim Verurteilten eine schwere Persönlichkeitsstörung festgestellt. Diese äusserte sich durch die Missachtung sozialer Verpflichtungen, kalte Gleichgültigkeit gegenüber anderen, Wirkungslosigkeit von Sanktionen, geringe Frustrationstoleranz und die Tendenz, anderen die Schuld zu geben oder unangemessenes Verhalten zu rechtfertigen. (Urteil 6B_ 1247/2022 vom 19.1.2023)
Videos aus dem Ressort
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
Brandtragödie in Crans-Montana: Suche nach Ursache
Nach der Brandtragödie in der Silvesternacht im Nobel-Skiort Crans-Montana sind am Freitag viele Fragen offen. Politiker, Staatsanwältin und Polizei bringen ihre Erschütterung zum Ausdruck.
09.01.2026
Berlin im Dunkeln: Südwesten startet ohne Strom in die Woche
Tausende Menschen müssen am 5. Januar 2026 weiter ohne Heizung und Strom in die Woche starten – bei Schnee und eisigen Aussentemperaturen. Nach dem grossen Stromausfall wegen eines Brandanschlags bleiben mehrere Schulen geschlossen.
06.01.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Brandtragödie in Crans-Montana: Suche nach Ursache
Berlin im Dunkeln: Südwesten startet ohne Strom in die Woche