Tote nach Lawinenabgang in Pakistan

14.1.2020 - 11:00, SDA

Bei einem Lawinenabgang im Norden Pakistans sind mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen.
Source: KEYSTONE/EPA/OS MS

Bei einem Lawinenabgang im Norden Pakistans sind mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte ein Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde, Mukhtar Ahmed, mit.

Die Lawine habe in der Nacht zum Dienstag ein Dorf im Gebiet Neelum des Himalaya-Tals Kaschmir verschüttet. Rettungskräfte und Militär seien im Einsatz. Mindestens zehn Personen würden noch vermisst.

Die Rettungskräfte setzten schwere Maschinen und Helikopter ein, sagte Ahmed weiter. Auch eine Versorgung von Menschen in abgelegenen Bergdörfern mit Essen und Medikamenten sei angelaufen. Kleinere Lawinenabgänge und Erdrutsche haben mehrere Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten. In der Region hatte es seit rund einer Woche heftig geschneit und geregnet.

Neben Kaschmir ist auch die südwestliche Provinz Baluchistan von den schweren Schneestürmen betroffen. Mindestens 30 Menschen seien im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet binnen 48 Stunden ums Leben gekommen, sagte der Chef der örtlichen Rettungskräfte, Imran Zarkoon, am Dienstag.

Bereits am Montag hatte die Regionalregierung von Baluchistan für mindestens sieben besonders schlimm getroffene Bezirke den Notstand ausgerufen und das Militär zur Hilfe bei den Rettungsarbeiten entsandt.

Die Rettungskräfte in Baluchistan arbeiteten auf Hochtouren, um Dutzende Menschen zu retten, die in ihren Autos oder in Reisebussen in den Schneemassen steckengeblieben seien oder deren Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten seien, sagte Zarkoon weiter.

Nach Angaben des Wetterdienstes in der Hauptstadt Islamabad war das Wetter in allen Regionen Pakistans am Dienstag wieder sonnig, nur für die Provinz Baluchistan wurden weitere Schnee- und Regenfälle für die nächsten sieben Tage prognostiziert.

Auch im benachbarten Afghanistan berichteten Behörden von mehreren Toten durch Schnee- und Regenfälle in den vergangenen zwei Tagen. Jedes Jahr sterben Hunderte Menschen in beiden Ländern bei Unwettern.

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