Ausgetretenes Gas nahe Boston: Dutzende Häuser explodiert, ein Toter

14.9.2018 - 06:44, SDA

In der Nähe von Boston sind nach einer Serie von Gasexplosionen Dutzende Häuser in Brand geraten und Zehntausende Menschen aus ihren Wohnungen beordert worden. Ein Mann wurde getötet, mindestens zehn Menschen wurden verletzt.

Dies berichtete der Sender CNN in der Nacht zum Freitag unter Verweis auf Behördenangaben. Das 18-jährige Todesopfer habe in einem Auto gesessen, als ein Kamin auf den Wagen stürzte. Im Spital sei er wenig später seinen Verletzungen erlegen.

Rettungskräfte seien zu 70 Häusern in drei Kleinstädten im US-Bundesstaat Massachusetts gerufen worden, in denen es Brände, Explosionen oder zumindest Gasgeruch gegeben habe, teilte die Polizei des Bundesstaates am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter mit. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der betroffenen Haushalte in Lawrence, Andover und North Andover noch steigen werde.

Strom abgestellt

Die Probleme sind offenbar auf das Netz des Versorgers Columbia Gas zurückzuführen. Die Polizei rief alle Gaskunden des Unternehmens auf, ihre Häuser zu verlassen. Vorsorglich wurde der Strom in der ganzen Gegend abgestellt.

Die Behörden baten alle Anwohner ohne Strom, ebenfalls ihre Wohnungen zu verlassen. Zehntausende waren betroffen. Auch die Gasleitungen sollten entleert werden. Die genaue Schadenshöhe war zunächst noch unklar.

Zahlreiche Häuser brannten gleichzeitig

Laut Polizei brannten etliche Häuser gleichzeitig. Dennoch seien alle Brände gelöscht worden. Polizeichef Joseph Salomon sagte der Zeitung "USA Today": "Es gibt soviel Rauch, man kann den Himmel nicht mehr sehen."

Zur Ursache für die Explosionen und Brände könnten zunächst noch keine Angaben gemacht werden, hiess es von Seiten der Polizei. Der Versorger Columbia Gas hatte am Donnerstag eine Mitteilung veröffentlicht, derzufolge Gasleitungen in verschiedenen Gegenden in der Region nachgerüstet werden sollten.

Eine Serie von Gasexplosionen in der US-Stadt Lawrence bei Boston zerstörte mehrere Häuser.
Source: KEYSTONE/AP WCVB
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