Unheimlich realistisch – diese Puppen helfen, den Krieg zu vergessen

tafi

23.1.2019

Sie wirken ziemlich unheimlich, die Schöpfungen von Sergey Bondar. Der 34-jährige Ex-Soldat baut Puppen, die so lebensecht aussehen, dass sie für seine eigenen Kinder gehalten werden.

Mit einer ganz besonderen Methode will Sergey Bondar die Wunden heilen, die ihm der Krieg in der Ostukraine zugefügt hat. Der 34-jährige Veteran der ukrainischen Armee baut hyperrealistische Puppen. Seine Schöpfungen sehen so lebensecht aus, dass sie sogar für seine eigenen Kinder gehalten werden.

Der ehemalige Panzergrenadier wurde im Krieg in der Ostukraine verwundet. Anders als sein Körper braucht seine Seele mehr Zeit, um zu heilen. Die Arbeit an den Puppen helfe ihm, seine Kriegserlebnisse zu verarbeiten, sagt Sergey Bondar.



Etwa 90 Arbeitsstunden braucht der Ex-Soldat, um eine seiner Silikonpuppen fertigstellen. Er fertigt sie exakt nach Kundenwünschen an und näht ihnen mit grösster Sorgfalt menschlisches Haar ein. Die etwa drei Kilogramm schweren Puppen sollen sogar wie echte Babys riechen. Unsere Bildergalerie beweist, dass sich die Mühe lohnt – auch wenn die Puppen durch ihren Hyperrealismus ziemlich unheimlich wirken.

Etwa 320 Franken kosten Bondars Schöpfungen. Dafür liefert er sie, so oft es geht, persönlich aus – und wird laut eigenen Angaben bei den Zugfahrten zu seinen Kunden häufig für einen Vater gehalten, der mit seinem Kind unterwegs ist.

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