DeutschlandVerbrechen als Dienstleistung: Europol nimmt 193 Personen fest
SDA
8.12.2025 - 15:01
ARCHIV - Blick auf das Gebäude der EU-Polizeibehörde Europol in Den Haag. Foto: Jerry Lampen/anp/dpa
Keystone
Kriminelle Netzwerke bieten laut Europol in Europa zunehmend Verbrechen als Dienstleistung an und rekrutieren dafür junge Leute im Internet. Das teilte die Polizeibehörde der Europäischen Union in Den Haag mit.
Keystone-SDA
08.12.2025, 15:01
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Im Kampf gegen diese Auftragskriminalität habe eine Sonderheit von Europol insgesamt 193 Personen festgenommen. Die Einheit war den Angaben zufolge im April gegründet worden. Sie habe schon mehrere kriminelle Netzwerke gestoppt.
Die Gruppen richten sich laut der Polizeibehörde gezielt an junge und oft unerfahrene Täter. Diese würden zu Verbrechen angestachelt oder gezwungen. Die Delikte reichten von Bedrohungen und Erpressungen über Folter bis zu Mord.
Verbrechen als Dienstleistung nimmt nach Angaben der Polizeibehörde in Europa stark zu. Der Trend sei zunächst in Schweden festgestellt worden und habe sich dann in Europa ausgebreitet.
Anwerbung in sozialen Medien
Demnach bieten die kriminellen Netzwerke ihre Dienste meist online an. Sie seien in mehreren Ländern tätig. Spezialermittler aus elf europäischen Ländern arbeiten nach Angaben von Europol in der Sondereinheit zusammen. Sie versuchten gezielt, die Rekrutierung der Banden vor allem in den sozialen Medien zu stoppen.
Seit dem Start der Sonderheit wurden den Angaben zufolge 63 mutmassliche Täter festgenommen, wodurch Gewaltverbrechen direkt verhindert worden seien. Als Beispiel nennt Europol die Festnahme von zwei 26 und 27 Jahre alten Männern in den Niederlanden. Sie stehen im Verdacht, im Mai einen Mordversuch in Tamm in Deutschland unternommen zu haben.
Ein weiteres Beispiel: In Schweden und Deutschland wurden drei Verdächtige festgenommen, die in den Niederlanden Ende März drei Menschen getötet haben sollen. Unter den 193 Festgenommenen sind der Behörde zufolge darüber hinaus 84 Anwerber, 40 Mittäter und 6 Anstifter.
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Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
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