So ging's im Raucherabteil zuVor 20 Jahren wurde das Qualmen in SBB-Zügen verboten
Maximilian Haase
11.12.2025
20 Jahre Rauchverbot in den SBB-Zügen
Beine hoch, Bier und dann gequalmt: Eine Zigarre im Zug, so wie hier 2003 auf der Strecke Schuepfheim-Konolfingen, ist heute undenkbar.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Rauchen im Zug als Lebensstil: In den gepolsterten 3. Klasse-Wagen der SBB wurde, so wie hier 1951, auch im Anzug geraucht.
Bild: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str
In den wilden 70er-Jahren durfte der Rauch im Abteil nicht fehlen: Zwei Bahnreisende in einem Raucherabteil der SBB am Zürcher Hauptbahnhof, aufgenommen am 19. Februar 1976.
Bild: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str
Rekruten im Raucherabteil eines Zuges 2003.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Mit Bier und die Zigarette gab es noch in den Nullerjahren kein Problem, sofern man sich im Raucherabteil befand.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Das Rauchen im Zug wurde im Laufe der Jahre immer unbeliebter.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Noch einmal den Rauch in vollen Zügen geniessen: Kurz vor dem Rauchverbot der SBB im Jahr 2005.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Seltenes Symbol: Schon Jahre vor dem Rauchverbot wurden die Raucherabteile in den SBB-Zügen reduziert.
Bild: KEYSTONE/Peter Gerber
Nicht nur normale Zigaretten qualmten die Abteile voll: Ein Jugendlicher raucht auf einer Zugfahrt einen Joint.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
20 Jahre Rauchverbot in den SBB-Zügen
Beine hoch, Bier und dann gequalmt: Eine Zigarre im Zug, so wie hier 2003 auf der Strecke Schuepfheim-Konolfingen, ist heute undenkbar.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Rauchen im Zug als Lebensstil: In den gepolsterten 3. Klasse-Wagen der SBB wurde, so wie hier 1951, auch im Anzug geraucht.
Bild: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str
In den wilden 70er-Jahren durfte der Rauch im Abteil nicht fehlen: Zwei Bahnreisende in einem Raucherabteil der SBB am Zürcher Hauptbahnhof, aufgenommen am 19. Februar 1976.
Bild: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str
Rekruten im Raucherabteil eines Zuges 2003.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Mit Bier und die Zigarette gab es noch in den Nullerjahren kein Problem, sofern man sich im Raucherabteil befand.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Das Rauchen im Zug wurde im Laufe der Jahre immer unbeliebter.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Noch einmal den Rauch in vollen Zügen geniessen: Kurz vor dem Rauchverbot der SBB im Jahr 2005.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Seltenes Symbol: Schon Jahre vor dem Rauchverbot wurden die Raucherabteile in den SBB-Zügen reduziert.
Bild: KEYSTONE/Peter Gerber
Nicht nur normale Zigaretten qualmten die Abteile voll: Ein Jugendlicher raucht auf einer Zugfahrt einen Joint.
Bild: KEYSTONE/Martin Ruetschi
Vor genau 20 Jahren war Schluss mit Qualm: Das Rauchen in den Zügen der SBB wurde im Dezember 2005 verboten. Proteste folgten, die grosse Revolte aber nicht. Es endete eine Ära, von der nostalgische Bilder zeugen.
Wer bereits vor über zwei Jahrzehnten regelmässig mit dem Zug fuhr, hat sie noch erlebt, und vor allem wohl gerochen: Die Raucherabteile gehörten mit einer Selbstverständlichkeit zum Bahnfahren, wie sie heute nur schwer vorstellbar scheint. Klapptische mit eingelassenem Aschenbecher und Zigarettenverkauf im Zug inklusive.
Damit war es dann vor genau 20 Jahren vorbei: Die letzten Glimmstängel im Abteil mussten ausgedrückt werden, das Rauchen in den Zügen der SBB war fortan verboten. 25 Franken Busse musste zahlen, wer sich nicht daran hielt. Mit dem Rauchverbot, das im Dezember 2005 in Kraft trat, endete eine jahrzehntelange Ära in den Schweizer Bahnen. Von ihr zeugen heute nur noch Erinnerungen und nostalgische Bilder.
Nostalgische Bilder, so wie hier aus dem Jahr 1976, zeugen von einer vergangenen Ära.
KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str
Als die Raucherabteile abgeschafft werden sollten, war die Aufregung entsprechend gross. Für manche galt der qualmfreie Zug als Angriff auf persönliche Freiheit und liebgewonnene Rituale. Zahlreiche Beschwerden gingen ein, nicht selten wurde der Umstieg aufs Auto angedroht. Innerhalb der Fahrgastorganisation Pro Bahn kam es sogar zu Austritten, weil der Verband das Verbot öffentlich unterstützt hatte.
Keine grosse Revolte
Andererseits sassen viele Raucher schon zuvor lieber im Nichtraucherabteil. Der Rauch im Abteil, auch der kalte, konnte einem den Atem nehmen. Zuletzt lag die Auslastung der Raucherabteile nur noch bei 25 Prozent. Die Stimmung schien schon vor dem Verbot gekippt. Bereits im Jahr 2000 hatten die SBB den Anteil der Raucherplätze pro Zug von der Hälfte auf nur noch ein Fünftel aller Sitze reduziert.
Kippe in den Aschenbecher in der Armlehne: Ab Dezember 2005 war das verboten.
sda
Die grosse Revolte, wie einst in den 90er-Jahren beim Versuch eines Rauchverbots in den S-Bahnen, blieb vor 20 Jahren dann auch aus. Bereits einen Tag nach Inkrafttreten des Verbots meldeten die SBB, die Umstellung sei insgesamt auf grosses Verständnis gestossen. Nur in wenigen Fällen hakte es – vor allem in frühen Morgenverbindungen, auf denen Jugendliche nach einer langen Nacht unterwegs nach Hause waren.
Nachdem bereits 2005 auch geschlossene Bereiche wie Schalterhallen, Wartesäle oder überdachte Perronbereiche mit wenig Luftzirkulation mit einbezogen wurden, folgte 2019 auch das Rauchverbot an Bahnhöfen und auf den Perrons. Rauchen ist seither nur noch in bestimmten Bereichen gestattet. Auch wenn sich so mancher Fahrgast bis heute nicht daran hält.
Heute ist Rauchen noch in einzelnen Zonen auf dem Perron gestattet. Daran wollen die SBB vorerst nichts ändern – auch wenn es gelegentlich Beschwerden von Nichtrauchern gibt. (Archivbild)