Lewotobi Laki-Laki spuckt wieder AscheVulkanausbruch in Indonesien – Flüge nach Bali betroffen
dpa
21.3.2025 - 05:58
Die Aschesäule steigt am Freitag zeitweise mehrere Kilometer hoch über dem Vulkan auf.
Bild:Keystone/AP Photo/Ester Narek
Der Vulkan Lewotobi Laki-Laki in Indonesien spuckt wieder Asche in den Himmel. Die Behörden haben die Alarmstufe angehoben. Auch Flüge auf der beliebten Ferieninsel Bali sind betroffen.
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21.03.2025, 05:58
21.03.2025, 06:07
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Auf der indonesischen Insel Flores ist der Vulkan Lewotobi Laki-Laki ausgebrochen.
Am Morgen war auch der Flugverkehr auf der bei Touristen aus aller Welt beliebten Insel Bali betroffen.
Seit Donnerstag ist es zu mehreren Eruptionen gekommen, bei denen der Feuerberg Asche und Gestein kilometerhoch in die Luft spuckte.
Bereits Ende vergangenen Jahres war es zu schweren Eruptionen des etwa 1600 Meter hohen Vulkans gekommen.
Mehrere Menschen waren unter den Trümmern ihrer brennenden Häuser ums Leben gekommen.
Tausende wurden in die Flucht getrieben und in Evakuierungszentren untergebracht.
Auf der indonesischen Insel Flores ist der Vulkan Lewotobi Laki-Laki ausgebrochen. Seit Donnerstag sei es zu mehreren Eruptionen gekommen, bei denen der Feuerberg Asche und Gestein kilometerhoch in die Luft gespuckt habe, berichtete die Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf die Geologische Agentur des Ministeriums für Energie und Bodenschätze (ESDM). Am Morgen war auch der Flugverkehr auf der bei Touristen aus aller Welt beliebten Insel Bali betroffen.
Bei einer heftigen Eruption am späten Donnerstagabend (Ortszeit) sei die Asche rund acht Kilometer hoch in die Luft geschleudert worden, hiess es. Am frühen Morgen brach der Vulkan erneut aus.
Bereits Ende vergangenen Jahres war es zu schweren Eruptionen des etwa 1600 Meter hohen Vulkans gekommen. Mehrere Menschen waren unter den Trümmern ihrer brennenden Häuser ums Leben gekommen. Tausende wurden in die Flucht getrieben und in Evakuierungszentren untergebracht. Schon damals wurden zahlreiche Flüge von und nach Bali gestrichen.
Zunächst kündigte die australische Billigfluggesellschaft Jetstar an, am Morgen (Ortszeit) den Flughafen Ngurah Rai im balinesischen Denpasar aus Sicherheitsgründen nicht anzusteuern. Ob der Flugverkehr am Nachmittag wieder normal weitergehen kann, sei noch unklar, teilte das Unternehmen mit.
Air Asia cancelte unter anderem Flüge nach Malaysia und Australien. Auch Flüge von Virgin Australia nach Bali waren laut Flughafen-Webseite teilweise verspätet. Bali liegt nur etwa 500 Kilometer von der Provinz Ost-Nusa Tenggara entfernt, in der sich der Vulkan befindet.
Lokale Medien teilten mit, dass teilweise der Strom in besiedelten Gebieten rund um den Lewotobi Laki Laki ausgefallen sei. Viele Menschen flüchteten während der stärksten Eruption aus ihren Häusern. Die Behörden forderten Anwohner und Touristen auf, Masken zu tragen und den Krater in einem Umkreis von acht Kilometern zu meiden. Die Behörde für Vulkanologie und Gefahren teilte mit, dass die Alarmstufe für den Feuerberg auf Stufe 4 auf einer Skala von 5 hochgesetzt worden sei.
Was ist der Pazifische Feuerring?
Im vergangenen Jahr war auch der Luftverkehr auf dem internationalen Flughafen in Labuan Bajo auf Flores teilweise massiv betroffen. Die gesamte Region lag unter einer dicken Ascheschicht.
Der weltgrösste Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Entlang des Gürtels kommt es häufig zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Die östlich von Bali gelegene Insel Flores ist wegen ihrer schönen Landschaften und Tauchrevieren bei Touristen aus aller Welt beliebt.
Der 1584 Meter hohe Lewotobi Laki-Laki ist seit Ende 2023 wieder aktiv. Er ist der Zwillingsvulkan des 1703 Meter hohen Lewotobi Perempuan. Die Gipfel der beiden Berge liegen etwa zwei Kilometer voneinander entfernt.
Indonesien: Vulkan Lewotobi Laki-Laki sorgt weiter für Gefahr
STORY: Der Vulkan Lewotobi Laki-Laki auf der indonesischen Insel Flores kommt nicht zur Ruhe und verbreitet bei den Anwohnern Angst und Schrecken. Am Samstag war der Vulkan erneut ausgebrochen und hatte eine rund neun Kilometer hohe Aschewolke ausgespuckt. Die Behörden forderten die Bewohner in einigen Dörfern in der Region auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Einige Menschen hätten sich nicht an diese Anweisung gehalten, hiess es. In dieser Woche war der Vulkan mehr als ein Dutzend Mal ausgebrochen. Neun Menschen kamen ums Leben, nachdem glühende Gesteinsbrocken mehrere Häuser in Brand gesetzt hatten. Die Behörden riefen die höchste Alarmstufe aus, Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Im Umkreis des Vulkans wurde eine kilometerweite Sperrzone eingerichtet. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben. Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten zusammenstossen. Es kommt daher häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.