Was ist dran an Unheils-Propheten? In Mexiko stranden zwei Weltuntergangsfische

Carlotta Henggeler

11.3.2026

Sie werden extrem selten gesicht, doch m mexikanischen Cabo San Lucas verirrten sich jetzt gleich zwei Riemenfisch an Land.
Sie werden extrem selten gesicht, doch m mexikanischen Cabo San Lucas verirrten sich jetzt gleich zwei Riemenfisch an Land.

Vor ein paar Tagen wurden im mexikanischen Cabo San Lucas zwei  meterlange Riemenfische – auch «Weltuntergangsfische» genannt – an Land gespült. Doch was steckt hinter den geheimnisvollen Tiefseetieren?

Carlotta Henggeler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In Cabo San Lucas (Mexiko) wurden kürzlich zwei mehrere Meter lange Riemenfische angespült, eine seltene Tiefseeart, die normalerweise in bis zu 1000 Metern Tiefe lebt.
  • Wegen alter Mythen gelten die Tiere als «Weltuntergangsfische», da ihr Auftauchen laut Legenden Naturkatastrophen wie Erdbeben ankündigen soll.

Vor ein paar Tagen machten Touristen am Strand von Cabo San Lucas in Mexiko eine ungewöhnliche Entdeckung: Gleich zwei mehrere Meter lange Riemenfische wurden von den Wellen an Land gespült. Besorgte Feriengäste haben die Fische wieder ins Wasser manövriert. 

Die seltenen Tiefseefische leben normalerweise in bis zu 1000 Metern Tiefe und werden nur sehr selten gesichtet. In der Umgangssprache gelten sie als «Weltuntergangsfische», weil alte Mythen ihnen eine Verbindung zu Naturkatastrophen wie Erdbeben nachsagen.

Was hat es mit dem Mythos auf sich?

Der Riemenfisch hat seit Jahrhunderten einen geheimnisvollen Ruf. Wegen seines langen, schlangenartigen Körpers und seiner glatten, silbrigen Haut wurde er früher oft für ein Seeungeheuer gehalten. Dabei können die Tiere tatsächlich bis zu acht Meter lang werden und bis zu 250 Kilogramm wiegen.

Auch in der japanischen Mythologie taucht der Tiefseefisch auf. Dort wird er «Ryūgū no tsukai» genannt – der «Botschafter aus dem Reich des Meeresgottes». Wird ein Riemenfisch an die Küste gespült, gilt das laut Legende als schlechtes Omen und soll Naturkatastrophen wie Erdbeben ankündigen. Vor dem schweren Tōhoku-Erdbeben 2011 sollen Berichten zufolge mehrere Tiere an Japans Küsten entdeckt worden sein.

Wissenschaftlich belegt ist dieser Zusammenhang allerdings nicht: Eine Studie aus dem Jahr 2019 fand keinen Hinweis darauf, dass das Auftauchen der Fische mit Erdbeben zusammenhängt. Forschende sprechen deshalb eher von einem Aberglauben.


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