Der Wiederaufbau des vom Unwetter im letzten Sommer stark getroffenen Bavonatals wird hohe Kosten verursachen und lange dauern. (Archivbild)
Noch immer ist die Landschaft im Bavonatal vom Unwetter des 29. Juni 2024 gezeichnet. (Archivbild)
Zum Wiederaufbau gehöre auch die "Reparatur" der Landschaft des Bavonatals, erklärten die Verantwortlichen an einer Medienkonferenz in Locarno. (Archivbild)
Wiederaufbau des Bavonatals kostet gegen 20 Millionen Franken - Gallery
Der Wiederaufbau des vom Unwetter im letzten Sommer stark getroffenen Bavonatals wird hohe Kosten verursachen und lange dauern. (Archivbild)
Noch immer ist die Landschaft im Bavonatal vom Unwetter des 29. Juni 2024 gezeichnet. (Archivbild)
Zum Wiederaufbau gehöre auch die "Reparatur" der Landschaft des Bavonatals, erklärten die Verantwortlichen an einer Medienkonferenz in Locarno. (Archivbild)
Das Tessiner Bavonatal zeigt auch neun Monate nach dem verheerenden Unwetter noch immer Zeichen der Verwüstung. Für die Wiederherstellung von Landschaft, Strassen und Wasserleitungen rechnen die Verantwortlichen mit Kosten bis gegen 20 Millionen Franken.
Dies teilten die Gemeindepräsidentin von Cevio, Wanda Dadò, und der Präsident der Stiftung Valle Bavona, Lorenzo Dalessi, an einer Medienkonferenz am Mittwoch in Locarno mit.
«Diese Arbeiten werden Jahre in Anspruch nehmen», sagte Dadò. Wegen der hohen Kosten sei die Gemeinde auf Spenden angewiesen. Zudem hoffe sie noch immer auf zusätzliche Gelder von Bund und Kanton, ergänzte sie.
Beim Unwetter vom 29. Juni 2024 wurden im Bavonatal acht Häuser zerstört. Daneben seien Wasserleitungen, verschiedene Mauern und der Stall eines Landwirtschaftsbetriebes beschädigt worden. Ein vollständiges Inventar der zerstörten Objekte sei noch nicht erstellt, erklärten die Verantwortlichen.
In der Woche vor Ostern werde die Strasse ins Tal wieder für den Verkehr geöffnet. Bisher war die Zufahrt nur Hauseigentümern zu bestimmten Zeiten gestattet. Für die zu Ostern im Tessin erwarteten Touristen werde ein Schild aufgestellt. Dieses solle über das Unwetter und die Schäden aufklären.
Stärkere Unterstützung vom Bund gefordert
Der Wiederaufbau von Landschaft und Bauwerken solle in vier Phasen umgesetzt werden, erläuterte Dalessi. Dabei solle auch die Bevölkerung miteinbezogen werden. Es gelte zu bedenken, dass eine Landschaft immer auch Teil der Geschichte einer Region sei.
Sowohl die Tessiner Regierung als auch die beiden Gemeinden Cevio und Lavizzara fordern vom Bundesrat nach wie vor eine stärkere finanzielle Unterstützung. Bisher sagte der Bund neben der Unterstützung der betroffenen Landwirtschaft und anderen Hilfsmassnahmen einen Zusatzkredit von 7,5 Millionen Franken zu. Insgesamt beziffert die Tessiner Regierung die Wiederaufbaukosten mit rund 100 Millionen Franken.
Das Unwetter in der Nacht vom 29. Juni 2024 forderte im Maggia- und Bavonatal sieben Todesopfer. Eine Person wird nach wie vor vermisst.