Zoll entdeckt in Containern Kokain in Milliarden-Wert

dpa/tjb

24.2.2021 - 13:04

Rekordmenge Kokain in Hamburg entdeckt

Rekordmenge Kokain in Hamburg entdeckt

Dem deutschen Zoll ist in Hamburg ein beeindruckender Drogenfund gelungen. Die Beamten stellten bereits Mitte Februar insgesamt 16 Tonnen Kokain in fünf Containern aus Paraguay sicher. Die Ware war in zahlreichen Blechdosen versteckt.

24.02.2021

Im Hamburger Hafen haben Zöllner eine riesige Menge Kokain aufgespürt. Die mehr als 16 Tonnen Rauschgift sind eine absolute Rekordmenge für Europa. Beamte in Antwerpen fangen weitere sieben Tonnen ab.

Mehr als 16 Tonnen Kokain haben Hamburger Zollfahnder in fünf Containern aus Paraguay entdeckt. Das Rauschgift sei am 12. Februar unter Blechdosen mit Spachtelmasse gefunden worden, teilt das Zollfahndungsamt mit.

Es handele sich um die grösste jemals in Europa sichergestellte Kokainmenge. Weltweit gehöre diese Menge auch zu den grössten Einzelsicherstellungen.

Blechdosen gefüllt mit Kokain (undatierte Aufnahme). In fünf Containern aus Paraguay hat der Hamburger Zoll mehr als 16 Tonnen Kokain sichergestellt.
Blechdosen gefüllt mit Kokain: So kamen die Drogen in fünf Containern aus Paraguay an.
Bild: dpa/Zollfahndungsamt Hamburg

Im Rahmen der Ermittlungen hätten die Behörden im belgischen Hafen Antwerpen am Sonntag noch einmal mehr als 7,2 Tonnen sichergestellt. Am Vormittag sei in den Niederlanden ein Mann aus Vlaardingen bei Rotterdam festgenommen worden. Der 28-Jährige sei verdächtig, für die Einfuhr der insgesamt über 23 Tonnen Kokain verantwortlich zu sein. Die enorme Menge an Kokain hätte nach Angaben des Zollfahndungsamts im Strassenverkauf mehrere Milliarden Euro eingebracht.

«Mit diesem Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität – auch dank der vorbildlichen Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerbehörden – hat der deutsche Zoll seine Schlagkraft erneut eindrucksvoll bewiesen», erklärte der für den Zoll zuständige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Rolf Bösinger. Die weiteren Ermittlungen würden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg und in enger Abstimmung mit den niederländischen Kollegen durch das Zollfahndungsamt Hamburg geführt.

Die Zöllner hätten die Container nach einer Risikoanalyse zur genaueren Untersuchung in die Containerprüfanlage im Hamburger Hafen gebracht. Hinter Dosen mit echter Ware seien die Beamten auf 20 Kilogramm schwere Blechkanister gestossen, darin jeweils acht Kokainpakete mit mehr als 9 Kilo Gewicht. Mehr als 1700 Dosen seien mit Rauschgift gefüllt gewesen.

Zurück zur Startseite