26'000 Franken Schadenersatz Zug überfährt in Portugal 89 Schafe – Schäfer sollen zahlen

dpa

25.5.2026 - 21:29

Nach dem Unfall mit einer Regionalbahn, bei dem 89 Schafe getötet werden, fordert die portugiesische Netzbetreiberin von den Hirten Schadenersatz in Höhe von 26'000 Franken. (Symbolbild)
Nach dem Unfall mit einer Regionalbahn, bei dem 89 Schafe getötet werden, fordert die portugiesische Netzbetreiberin von den Hirten Schadenersatz in Höhe von 26'000 Franken. (Symbolbild)
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Im Morgengrauen taucht plötzlich eine Schafherde auf den Gleisen auf – Sekunden später rast ein Regionalzug mitten hinein. 89 Tiere sterben, der Bahnverkehr bricht teilweise zusammen. Nun sollen die Hirten zahlen.

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  • Ein Regionalzug hat in Portugal 89 Schafe überfahren, die auf den Gleisen lagen.
  • Die staatliche Netzbetreiberin fordert nun 26'000 Franken Schadenersatz von den Besitzern der Herde.
  • Die betroffenen Hirten wehren sich juristisch gegen die Forderung.

Ein Regionalzug hat in Portugal 89 Schafe überfahren – und eine Behörde fordert von den Besitzern der Tiere insgesamt 26'000 Franken Schadenersatz. Begründet wird die Forderung der staatlichen Schienen- und Strassennetzbetreiberin «Infraestruturas de Portugal» mit Schäden am Zug sowie erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr.

Der Unfall hatte sich bereits am 28. Dezember 2025 im Bezirk Montemor-o-Velho knapp 200 Kilometer nördlich von Lissabon ereignet. Im Morgengrauen sah der Lokführer beim Herausfahren aus einer Kurve nach eigenen Angaben plötzlich die auf den Gleisen liegende Herde, wie Medien damals berichteten. Trotz Notbremsung konnte er den Zusammenstoss nicht mehr verhindern. Der Zug kam erst rund 540 Meter nach dem Aufprall zum Stillstand.

Hirten wehren sich

Bei dem Unfall starben 89 Schafe – 65 Tiere gehörten einem Hirten, 24 einem weiteren. Der Zusammenstoss hatte ausserdem massive Auswirkungen auf den Zugverkehr. Nach Angaben der zuständigen Behörden fielen sechs Züge komplett aus, zwei weitere teilweise. Zudem verspäteten sich 36 Verbindungen um insgesamt 580 Minuten.

Die Hirten wehren sich gegen die Forderung. Ihr Anwalt Vítor Gaspar sprach laut der Zeitung «Correio da Manhã» von einem Unfall ohne vorsätzliches Verhalten. Solche Vorfälle gehörten zum allgemeinen Risiko des Bahnverkehrs. Man werde alles tun, damit die beiden Hirten nicht für den Schaden aufkommen müssten.

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