Eurofighter-Absturz: Zweiter Pilot überlebte nicht

SDA/dpa

24.6.2019 - 16:22

Zwei Eurofighter der deutschen Bundeswehr sind in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Die beiden Piloten betätigten die Schleudersitze. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE/AP ap/MINDAUGAS KULBIS

Zwei «Eurofighter» der deutschen Bundeswehr sind im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bei Luftkampfübungen zusammengestossen und abgestürzt. Nur einer überlebte das Unglück.

Bei einer Luftkampfübung in Norddeutschland kollidierten am Montagnachmittag zwei Eurofighter. Beide Piloten betätigten den Schleudersitz, doch nur einer von ihnen wurde lebend gefunden. Der zweite Soldat habe nur tot geborgen werden können, teilte die Luftwaffe am späten Nachmittag auf Twitter mit.

Ein erster Bericht über das Unglück kam nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA vom Piloten einer dritten Maschine, der die Kollision und den Absturz der Luftwaffe meldete. Dieser sah nach dem Unglück gegen 14 Uhr im Luftraum über Plau am See auch zwei Fallschirme niedergehen.

Suchaktion mit Hubschraubern

Einen der beiden Piloten bargen Rettungsmannschaften lebend aus einer Baumkrone. Bei der Suche nach dem zweiten Piloten wurden nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium auch zivile und militärische Helikopter eingesetzt.

Die abgestürzten Flugzeuge gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff», das in Laage bei Rostock stationiert ist. Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand von Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche, wie Bürgermeisterin Birgit Kurth sagte. «Ich bin von Bürgern angerufen worden, die den Zusammenstoss der beiden Maschinen sahen», berichtete sie.

Dann sei sie rausgelaufen und habe einen Fallschirm runtergehen sehen. Später sei ein Helikopter in der Gegend gekreist, offenbar auf der Suche nach dem Piloten, der dann auch gefunden wurde.

Keine weiteren Verletzten

Die Gemeinde mit ihren knapp 700 Einwohnern habe Glück im Unglück gehabt, sagte Kurth. Die Maschine sei gleich hinter der Ortschaft niedergegangen. Im Dorf seien Trümmerteile gesichtet worden. Feuerwehren der Region hätten den Brand an der Absturzstelle am Ortsrand von Nossentiner Hütte unter Kontrolle gebracht, sagte Kurth.

Der andere «Eurofighter» stürzte nach Angaben des Schweriner Innenministeriums nahe der zehn Kilometer entfernten Ortschaft Jabel in ein Waldstück. In diese Richtung seien Rauchschwaden zu sehen, sagte Kurth am Telefon einer DPA-Reporterin. Die Polizei warnte vor gefährlichen Trümmerteilen.

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