BrauchtumZwölf Hiebe nötig bei der Gansabhauet in Sursee LU
SDA
11.11.2025 - 16:45
Reto Burri aus Kaltbach jubelt, nachdem er mit einem Hieb den Hals einer toten, am Kopf aufgehängten Gans an der Gansabhauet in Sursee durchtrennt hat.
Keystone
Am Martinstag hat die Luzerner Kleinstadt Sursee die traditionelle Gansabhauet gefeiert. Das tote Federvieh behielt heuer sein Haupt weniger lang als auch schon.
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11.11.2025, 16:45
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Beim Brauch in der Altstadt von Sursee geht es darum, mit einem Dragonersäbel einer aufgehängten toten Gans den Hals zu durchtrennen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen: Die Klinge des Säbels ist stumpf und die Schlägerin oder der Schläger mit rotem Umhang und goldener Sonnenmaske sieht nichts.
Reto Burri aus Kaltbach war heuer beim fünften Hieb erfolgreich. Für die zweite Gans benötigte Sascha Friedli aus Mauensee dafür sieben Schläge, wie Andrea Stutz, Stadtschreiber-Stellvertreterin von Sursee auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Als Preis dürfen die beiden erfolgreichen Schläger die Martinsgans nach Hause nehmen.
86 Personen, darunter 83 Männer und drei Frauen, hatten sich für die Gansabhauet angemeldet, die dieses Jahr von rund 4500 Zuschauerinnen und Zuschauern vor dem Surseer Rathaus verfolgt wurde.
Vor dem Schlag gibt es einen Schluck Wein
Beim Brauch darf jede und jeder nur einmal zuschlagen, danach ist die nächste Schlägerin oder der nächste Schläger an der Reihe. Vor dem Säbelstreich gibt es einen Schluck Wein, und die Person wird mehrmals um die eigene Achse gedreht.
Die Ursprünge der Gansabhauet liegen im Dunkeln. Es gibt Hinweise, dass der Brauch schon im Mittelalter bestand. Bräuche mit Gänsen waren am Martinstag einst in ganz Europa verbreitet. Dokumente belegen das Brauchtum in Sursee ab dem frühen 19. Jahrhundert.
Heute ist der Martinstag in der Altstadt ein Volksfest. Kinder können sich beim Stangenklettern ein Geschenk sichern, beim Sackgumpen duellieren oder sich beim Grimassenschneiden, dem sogenannten «Chäszänne», ein Stück Käse verdienen. Abgeschlossen wird der Tag mit einem Räbeliechtliumzug.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
11.12.2025
Gala im Kennedy Center mit Novum: Trump auf der Bühne
Washington, 08.12.2025: Donald Trump will auf die Bühne: Der US-Präsident legt in der grössten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt hin. Anstatt als Zuschauer in der Loge ist er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen.
Dort werden am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, der Country-Musiker George Strait und Musical-Schauspieler Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke ausgezeichnet.
Bereits am Vortag verleiht ihnen Trump im Weissen Haus Medaillen. Da kündigt er bereits an, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump sagt, er moderiere auf Wunsch eines bestimmten Fernsehsenders. Am 23. Dezember wird die Gala vom US-Sender CBS ausgestrahlt.
09.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
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