Polizei veröffentlicht Foto Vermisster Noah (8) soll bei seiner Mutter sein – Suche geht weiter

Philipp Fischer

16.1.2026

Die Polizei veröffentlichte dieses Foto des achtjährigen Noah.
Die Polizei veröffentlichte dieses Foto des achtjährigen Noah.
Bild: Polizeipräsidium Frankfurt

In Frankfurt läuft eine umfangreiche Suche nach einem Jungen. Die Polizei geht nun davon aus, dass sich das Kind bei seiner Mutter aufhält - sie hat nicht das Sorgerecht.

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DPA, Agence France-Presse, Redaktion blue News

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  • Ein seit Mittwoch vermisster achtjähriger Junge aus Frankfurt am Main soll sich nach Angaben der Ermittler bei seiner Mutter aufhalten.
  • Diese sei derzeit nicht sorgeberechtigt, teilte die Polizei mit.
  • Wo sich beide aufhielten, war weiter unklar.

Der vermisste Achtjährige aus Frankfurt am Main befindet sich nach Einschätzung der Polizei bei seiner Mutter. Davon sei nach den derzeitigen Ermittlungsergebnissen auszugehen, teilte die Polizei mit. Noahs Mutter habe nicht das Sorgerecht. Wo sich Mutter und Kind befinden, sei unklar. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf das Rhein-Main-Gebiet, erklärte die Polizei.

Die Polizei veröffentlichte auch ein Foto des achtjährigen Noah, das «mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Verschwinden aufgenommen» worden sei. Es zeigt den Jungen mit oranger Jacke und Baseball-Kappe. Die Polizei bittet um Hinweise von Personen, die Noah in Begleitung einer Frau gesehen haben.

Der Achtjährige war am Mittwochmorgen laut Polizei an seiner Schule im Bahnhofsviertel abgesetzt worden und ist seither verschwunden.

Seit Herbst in Obhut des Jugendamts

Noah befand sich nach Angaben der Stadt Frankfurt seit Herbst 2025 in Obhut des Jugendamts. Diese Massnahme bedeutet die vorübergehende Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie. Das Jugendamt ordnet dies an, um das Kindeswohl sicherzustellen. Der Massnahme im Fall von Noah sei ein richterlicher Beschluss vorangegangen, erklärte das Sozialdezernat.

Die Polizei hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen intensiviert würden. Grund seien unter anderem diverse Hinweise, sagte ein Sprecher. Es werde alles abgeprüft, was die Familie betreffe. Weitere Auskünfte gab die Polizei hierzu nicht. Das Sozialdezernat erklärte, man stehe mit den Ermittlungsbehörden im engen Kontakt und unterstütze deren Ermittlungen vollumfänglich.

Ranzen in der Nähe der Schule gefunden

Der Achtjährige war am Mittwochmorgen laut Polizei von einem Fahrdienst zur Weissfrauenschule im Bahnhofsviertel gebracht worden, kam jedoch nie im Schulgebäude an. Bei der Suche waren auch ein Hubschrauber und Polizeiboote im Einsatz. In der Nähe der Schule wurde der Ranzen des Jungen gefunden.

Warum Noah mit einem Fahrdienst unterwegs war, blieb in den Erläuterungen zunächst unklar. Zur persönlichen und familiären Situation wolle sich die Polizei nicht äussern, sagte der Polizeisprecher. Es handelt sich um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprachheilförderung. Die Polizei gab dazu keine weiteren Details bekannt, erklärte aber, der Achtjährige sei in der Lage, sich auszudrücken und zu kommunizieren.

Auf der Suche nach Noah wertete die Polizei den Angaben vom Freitag zufolge weiter Hinweise, Fotos und Videos der Bevölkerung aus. Mögliche Zeugen würden befragt. Auch die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen hält nach Auskunft eines Sprechers Ausschau nach dem Jungen.

Suche mit Hilfe Künstlicher Intelligenz

Zum Einsatz kam auch die Videoüberwachung im Frankfurter Bahnhofsviertel. Dabei wurde auch Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Anhaltspunkte zu erlangen.

Mit Hunden sucht eine private Initiative im Bahnhofsviertel von Frankfurt nach Hinweisen auf den Verbleib eines achtjährigen Jungen. Bislang wurde lediglich der Schulranzen des Kindes gefunden. 
Mit Hunden sucht eine private Initiative im Bahnhofsviertel von Frankfurt nach Hinweisen auf den Verbleib eines achtjährigen Jungen. Bislang wurde lediglich der Schulranzen des Kindes gefunden. 
Bild: Boris Roessler/dpa

Am Donnerstag hatte die Polizei die Suche ausgeweitet, das Schulgelände und die Umgebung wurde erneut durchkämmt, auch Hunde waren dabei im Einsatz. Nach Angaben der Polizei wurde eine dreistellige Zahl von Beamten aufgewandt. Eine private Initiative unterstützte die Polizei mit ihren eigenen Hunden.