Fehler gefunden?
Jetzt melden
Ein vom US-Verteidigungsministerium freigegebenes Bild eines unidentifizierten Flugobjekts. Hat der Lenker bereits einen Landeplatz in Wien beantragt?
Keystone (Archivbild)
Designvorlage der anderen Art: Auf der Webseite der Stadt Wien befindet sich seit Kurzem ein Formular zur Beantragung eines UFO-Landeplatzes. Was wie ein Aprilscherz anmutet, hat einen handfesten Grund.
Warum können Bürger*innen bei der Stadt Wien einen Landeplatz für ein UFO beantragen?
Ein kurioses Formular auf der Webseite der Wiener Stadtverwaltung sorgt derzeit für Stirnrunzeln, wie die österreichische Wochenzeitung «Falter» berichtet. Demnach lässt sich das Formular seit Kurzem im Handbuch des Portals wien.gov.at abrufen.
Um einen Landeplatz für ein Unbekanntes Flugobjekt zu ergattern, müssen die Antragsteller etwa nachweisen, dass sie entweder Besitzer*in eines solchen sind, einen Leasingvertrag für dieses haben, oder aber das UFO für mindestens «4 intergalaktische Monate» gemietet haben. Doch Vorsicht: Für den gewünschten Landeplatz darf das Flugobjekt höchstens «35 intergalaktische Megatonnen» wiegen.
Für den Antrag braucht es ferner einen Reisepass, einen Staatsbürgerschaftsnachweis – und nicht zuletzt «Aliendokumente».
Meint die Stadt Wien das alles Ernst? Jein. Spätestens beim automatisch ausgefüllten Namen sollten Interessierte jedenfalls stutzig werden. Denn dort heisst es schlicht «Gordon Shumway, geboren 29.10.1756», also der bürgerliche Name von «ALF» aus der gleichnamigen TV-Serie.
Wozu also gibt es dieses Formular? Wie Portalmanager Michael Rederer dem «Falter» erklärt, enthalte das Handbuch der Stadt Wien auch «qualitätsgeprüfte Vorlagen». Weil nicht alle Partner Zugriff auf das interne System der Stadt Wien haben, ist dieses Musterformular öffentlich zugänglich. Damit es als solches dienen kann, müsse es «formal korrekt, aber möglichst realitätsfern sein, damit niemand versehentlich einen Antrag stellt».