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Die Polizei durchsuchte im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabians erneut Objekte in Reimershagen.
dpa
Knapp vier Wochen nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus dem nordostdeutschen Güstrow nahm die Polizei eine Tatverdächtige fest.
Dieser Text wurde zuletzt um 18.53 aktualisiert.
Die Polizei hat im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Mecklenburg-Vorpommern seit dem frühen Morgen mehrere Objekte durchsucht. Dies bestätigte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Rund 120 Kräfte waren im Einsatz.
Im Laufe des Tages hat die Polizei eine Tatverdächtige festgenommen. Die Frau stehe im Verdacht, den Jungen im Oktober umgebracht zu haben, teilte der Staatsanwalt Harald Nowack in Rostock mit.
Um wen es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Zuvor berichtete die «Bild»-Zeitung, auch das Haus der Ex-Freundin von Fabians Vater werde durchsucht. Sie hatte zuvor angegeben, die Leiche des Buben per Zufall gefunden zu haben. Laut RTL wurde auch das Auto der Frau untersucht. Ihr Geländewagen sei abgeschleppt worden.

Mehrere Objekte in Reimershagen und im Nachbarort Rum Kogel wurden von der Polizei durchsucht.
Philip Dulian/dpa
Nach wochenlangen Ermittlungen ohne greifbare Ergebnisse hatte am Mittwochabend auch die ZDF-Fernsehsendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» über den Fall berichtet. Danach seien 33 Hinweis eingegangen, deren Wertigkeit noch geprüft werde.
«Die Durchsuchungsmassnahmen und auch die Festnahme heute hatten nichts mit der Sendung gestern zu tun», sagte Nowack in seinem kurzen Statement in Rostock.
Die Leiche des vermissten Kindes war Mitte Oktober nach mehrtägiger Suche rund 15 Kilometer südlich von Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt worden.
Die Obduktion hatte laut Staatsanwaltschaft ergeben, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Den Ermittlungen zufolge wurde Fabian bereits am Tag seines Verschwindens, dem 10. Oktober, getötet.
Fabian war am 10. Oktober wegen Unwohlseins nicht zur Schule gegangen und allein zu Hause geblieben. Als die Mutter von der Arbeit nach Hause kam, war ihr Sohn weg und kam auch zu der sonst üblichen Zeit nicht wieder nach Hause.
Die Mutter versuchte zunächst selbst, den Jungen ausfindig zu machen und meldete ihn schliesslich als vermisst. Nach tagelanger Suche mit zahlreichen Einsatzkräften wurde er schliesslich am 14. Oktober tot gefunden.