Geschoss selbst eingeführt Weltkriegsgranate im Po löst Klinik-Alarm in Toulouse aus

dpa

2.2.2026 - 21:57

Mit einem Weltkriegsgeschoss im Gesäss hat ein junger Mann in Frankreich einen Einsatz des Kampfmittelräumdienstes in einer Klinik ausgelöst. 
Mit einem Weltkriegsgeschoss im Gesäss hat ein junger Mann in Frankreich einen Einsatz des Kampfmittelräumdienstes in einer Klinik ausgelöst. 
Symbolbild: dpa

Ein 24-Jähriger mit einer 37-Millimeter-Granate im Gesäss versetzt in Frankreich Ärzte und Sprengstoffexperten in Aufregung. Was passierte nach der Entdeckung im OP?

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DPA, Agence France-Presse

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  • Weil ein Mann mit einem Artilleriegeschoss aus dem Ersten Weltkrieg im Rektum in die Notaufnahme kam, hat ein Krankenhaus in Toulouse den Kampfmittelräumdienst gerufen.
  • Der knapp 20 Zentimeter lange Sprengkörper sei neutralisiert worden, berichtete die Zeitung «La Dépêche du Midi» am Sonntag.

Mit einer deutschen Weltkriegsgranate im Gesäss ist ein junger Mann laut Medienberichten in die Notaufnahme einer Klinik im französischen Toulouse gekommen und hat damit den Kampfmittelräumdienst auf den Plan gerufen. Erst nach der operativen Entfernung des Objekts sei den Medizinern aufgefallen, dass es sich um Munition gehandelt habe, sie hätten daraufhin die Sprengstoffexperten alarmiert, meldeten französische Medien unter Berufung auf Krankenhausbeschäftigte. Demnach räumte der 24-Jährige ein, sich das Geschoss selbst eingeführt zu haben. Die Gründe blieben offen. 

Granate aus dem Jahr 1918

Bei der Granate habe es sich um ein deutsches 37 Millimeter-Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg mit einer Länge von 16 Zentimetern gehandelt, berichtete der Sender France 3. Der Kampfmittelräumdienst sperrte demnach zunächst einen Sicherheitsbereich in der Klinik ab. Es habe sich aber herausgestellt, dass von dem aus dem Jahr 1918 stammenden Geschoss keine Gefahr mehr ausgegangen sei, berichtete die Zeitung «Le Figaro» unter Verweis auf die Polizei. Von Ermittlungen wegen unerlaubten Munitionsbesitzes, die zunächst im Raum standen, werde daher abgesehen, erfuhr die Zeitung von der Staatsanwaltschaft in Toulouse.

Es ist nicht der Fall dieser Art in Frankreich. 2022 bereits musste ein 88 Jahre alter Mann im südfranzösischen Toulon operiert werden, bei dem sich ein noch etwas grösseres Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg im Gesäss befand.