130 Länder einigen sich auf Mindeststeuer für Grosskonzerne

afp

1.7.2021

Das Logo von Google an der Fassade des Hauptsitzes des Mutterkonzerns Alphabet.
Grosskonzerne wie Google und Facebook erwartet künftig eine Mindeststeuer. (Symbolbild)
Bild: Jeff Chiu/AP/dpa

«Historischer Tag», «kolossaler Fortschritt»: Politiker von internationalem Rang begrüssen den Durchbruch bei der Mindeststeuer für Grosskonzerne. Laut OECD erwartet Google, Facebook und Co. künftig ein Steuersatz im zweistelligen Bereich.

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1.7.2021

Durchbruch in den Verhandlungen über eine weltweite Mindeststeuer für Grosskonzerne: Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vom Donnerstag einigten sich 130 Länder auf einen Steuersatz von «mindestens 15 Prozent». Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach bei einem Besuch in Washington von einem «kolossalen Fortschritt im Bereich der internationalen Besteuerung von Unternehmen».

Anfang Juni hatten sich bereits die sieben führenden Industrieländer (G7) auf das Ziel einer solchen Steuer für Konzerne wie Google oder Facebook verständigt.

Scholz sagte, mit der Einigung bei der OECD müssten Staaten nun «nicht immer mit einem Auge darauf schielen, dass es anderswo Steueroasen und Steuervermeider gibt». Auch US-Finanzministerin Janet Yellen begrüsste die Einigung und sprach von einem «historischen Tag für wirtschaftliche Diplomatie».