Personaldienstleister Adecco wächst im dritten Quartal (Archivbild)
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Die Adecco Group ist im dritten Quartal 2025 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Peronaldienstleister schnitt besser ab als der Hauptkonkurrent Randstad und steht damit vor der Rückeroberung der weltweiten Marktführerschaft.
Keystone-SDA
06.11.2025, 07:18
SDA
Organisch – also bereinigt um Wechselkurseffekte und die unterschiedliche Zahl der Arbeitstage – wuchs Adecco um 3,4 Prozent. Damit gelang dem Schweizer Jobvermittler nach sechs Quartalen erstmals wieder ein Wachstum. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte noch ein Nullwachstum resultiert, im ersten Quartal war es gar negativ gewesen.
Für Adecco liegt damit die Marktführerschaft wieder in Griffnähe. Der niederländische Konkurrent Randstad wies vor zwei Wochen für das dritte Quartal einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro aus und ein negatives organisches Wachstum von gut 1 Prozent.
Bei Adecco stieg der Umsatz in der Berichtswährung Euro im dritten Quartal gegenüber Vorjahr leicht um rund 1 Prozent auf 5,78 Milliarden. Der Bruttogewinn blieb stabil bei 1,11 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge sanke um 20 Basispunkte auf 19,2 Prozent.
Der um Einmaleffekte bereinigte Betriebsgewinn auf Stufe EBITA stieg um rund 5 Prozent auf 195 Millionen Euro ab. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 89 Millionen Euro rund 10 Prozent weniger als im Vorjahr.
Erholung in Europa
Die Sparte Adecco wuchs organisch um 4,5 Prozent, getragen von einer Erholung in Europa, einem starkem Plus von 20 Prozent in Amerika und von 9 Prozent in Asien-Pazifik. Akkodis verzeichnete ein Minus von 3 Prozent, zeigte aber Fortschritte beim Turnaround in Deutschland. LHH legte dank Career Transition (+9 Prozent) und Coaching (+40 Prozent) um 4 Prozent zu. Die Marge verbesserte sich leicht.
Konzernchef Denis Machuel sprach in der Mitteilung von einer fortgesetzten positiven Entwicklung mit Marktanteilsgewinnen. Besonders stark habe sich das Kerngeschäft Adecco entwickelt, während Akkodis im Turnaround in Deutschland Fortschritte gemacht habe und LHH wieder gewachsen sei. Das Unternehmen liege auf Kurs, sein Margenziel für das Gesamtjahr zu erreichen, so Machuel.
Für das laufende Schlussquartal erwartet Adecco eine ähnliche Entwicklung wie im dritten Quartal. Auf Basis der bisherigen Volumen sei mit einem Wachstum auf der Höhe des Vorquartals zu rechnen, heisst es im Communiqué. Ausserdem sei mit einer zum Vorquartal stabilen Bruttomarge und Allgemeinkosten zu rechnen.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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