Discounter zahlt am meistenAldi erhöht erneut Mindestlöhne
Samuel Walder
5.12.2024
Es scheint sich zu lohnen für Mitarbeiter*innen bei Aldi. 2025 erhöht das Detailhandelsunternehmen die Mindestlöhne.
sda
Der Detailhändler Aldi Suisse hebt 2025 den Mindestlohn auf 4760 Franken an und bietet damit weiterhin den höchsten Lohn im Detailhandel. Schon im Jahr 2024 erhöhte Aldi die Löhne der Mitarbeitenden.
Aldi Suisse erhöht die Löhne um 1,3 %, der Mindestlohn steigt auf 4760 Franken (x13), der höchste im Detailhandel.
Mitarbeitende erhalten Warengutscheine, Berufsausbildende und Stellvertretungskräfte Lohnzuschläge, unterstützt durch eine Gesamtinvestition von 1,4 % der Lohnsumme.
Fünf Wochen Ferien, umfassende Elternzeit, hohe Ausbildungsvergütungen und geschlechtergleiche Bezahlung stärken das Mitarbeiterangebot.
Auch 2025 erhöht Aldi Suisse die Löhne: Die generelle Lohnerhöhung beträgt 1,3 Prozent, der Mindestlohn steigt auf 4760 Franken (x13). Zusätzlich erhalten Berufsausbildende sowie Stellvertretungskräfte in den Filialen einen Lohnzuschlag, und alle Mitarbeitenden dürfen sich über einen Warengutschein freuen. Insgesamt investiert der Schweizer Detailhändler 1,4 Prozent in seine Angestellten.
Aldi Suisse setzt 1,4 Prozent der Lohnsumme für Gehaltserhöhungen und Prämien ein. Der Schweizer Detailhändler bietet seinen Mitarbeitenden damit eine Erhöhung der Reallöhne. «Unsere Mitarbeitenden leisten tagtäglich hervorragende Arbeit.
Diesen Einsatz möchten wir mit den Lohnerhöhungen und zusätzlichen Leistungen honorieren und ihnen damit die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen. Denn die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegt uns sehr am Herzen», sagt Jérôme Meyer, Country Managing Director von Aldi Suisse.
Höchster Mindestlohn im Detailhandel steigt auf 4760 Franken
Die generelle Lohnerhöhung für das kommende Jahr beträgt 1,3 Prozent. Den Mindestlohn hebt Aldi Suisse von bisher 4700 auf neu 4760 Franken (x13) an. Damit bezahlt der Schweizer Detailhändler weiterhin den mit Abstand höchsten Mindestlohn der Branche.
Zusätzlich zur Lohnerhöhung erhalten alle Mitarbeitenden einen Warengutschein von bis zu 100 Franken. Ab 2025 erhalten zudem Berufsausbildende ohne direkte Führungsfunktion für ihr Engagement einen Lohnzuschlag. Neben den bestehenden Zuschlägen wird auch die Vergütung für neue Stellvertretungskräfte in den Filialen weiter ausgebaut.
Umfassende Zusatzleistungen für Aldi-Mitarbeitende
Aldi Suisse offeriert erstklassige Arbeitsbedingungen und eine Vielzahl an Vorteilen für seine Mitarbeitenden. Dazu gehören unter anderem fünf Wochen Ferien für alle, vier Wochen Vater- und 18 Wochen Mutterschaftsurlaub bei 100 Prozent Lohnfortzahlung. Alle Lernenden erhalten nebst dem branchenhöchsten Lohn für Lernenden, unabhängig von ihrem Alter, sechs Wochen Ferien.
Auch die Filialleiterinnen und Filialleiter profitieren beim Schweizer Detailhändler von einer überdurchschnittlichen Entlöhnung. Ihr Einstiegsgehalt nach der Einarbeitung bei Filialübernahme beträgt 7284 Franken (x13). Die Chancen- und Lohngleichheit der Geschlechter sind beim Schweizer Detailhändler auch eine Selbstverständlichkeit – das unabhängige Label «We Pay Fair» und ein Anteil von rund 40 Prozent an weiblichen Führungskräften bescheinigen das.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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