DetailhandelAmazon macht Mini-Supermärkte ohne Kassen dicht
SDA
28.1.2026 - 02:36
Amazon war ein Pionier bei Läden, in denen man sich einfach Sachen aus dem Regal greifen und rausgehen kann - Kameras und Sensoren kümmern sich ums Bezahlen. (archivbild)
Keystone
Amazon schliesst seine Mini-Supermärkte ohne Kassen. Die ersten Geschäfte unter der Marke Amazon Go, in denen Kundinnen und Kunden einfach Produkte aus dem Regal greifen und rausgehen können, öffneten in den USA 2018.
Keystone-SDA
28.01.2026, 02:36
SDA
Gewichtssensoren in den Regalen und Kameras an der Decke sollen sicherstellen, dass die Einkäufe richtig zugeordnet und nachträglich abgebucht werden.
Die Technologie werde inzwischen von anderen Händlern an mehr als 360 Standorten in fünf Ländern eingesetzt, betonte Amazon. Darunter seien eine Spital-Cafeteria und eine Eishockey-Arena. Zudem greife der Konzern selbst darauf zurück – für die Verpflegung von Mitarbeitenden in mehr als 40 seiner Logistikzentren in Nordamerika. Für die zuletzt 14 Amazon-Go-Läden in Nordamerika ist nun aber Schluss.
Auch Amazon-Fresh-Supermärkte schliessen
Branchenkenner hatten bereits in den vergangenen Jahren darauf verwiesen, dass die Technik für den kassenlosen Einkauf aufwendig und dadurch kostspielig sei. Das mache es schwierig, sie auf grössere Ladenflächen auszuweiten.
Seine wie gewöhnliche Supermärkte funktionierenden Geschäfte unter der Marke Amazon Fresh macht der weltgrösste Einzelhändler ebenfalls dicht. Davon gab es zuletzt mehr als 50. Man habe es nicht geschafft, ein Geschäftsmodell für einen weitreichenden Ausbau des Ladennetzes zu finden.
Ein Teil der aufgegebenen Standorte von Amazon Fresh und Amazon Go soll zu Supermärkten der Kette Whole Foods umfunktioniert werden, die der Konzern 2017 gekauft hatte. Amazon äusserte sich zunächst nicht dazu, ob die Technik zum kassenlosen Einkauf dort weiterhin eingesetzt werden könnte. Amazon Fresh hatte zum Teil dieselben Marken wie Whole Foods im Angebot, oft zu niedrigeren Preisen.
In den vergangenen Jahren probierte Amazon vor allem in den USA verschiedene Wege aus, um aus dem Online-Handel ins stationäre Geschäft vorzustossen – und gab viele davon wieder auf. Dazu gehörten unter anderem Buchläden und Geschäfte für Elektronik und Mode.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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